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<rss version="0.92"><channel><title>LesKultur</title><link>http://LesKultur.blog.de/</link><description>Betrachtungen von Lesben zur lesbischen und feministischen Kultur</description><language>de-DE</language><docs>http://backend.userland.com/rss092</docs><image><title>LesKultur</title><link>http://LesKultur.blog.de/</link><url>http://data5.blog.de/design/preview/1c/1334553d40427938302b430441d8cc_160x200.jpg</url></image><item><title>Die Anarchistin von David Mamet</title><description>	&lt;p&gt;Und hier kommt der Grund, warum ich das &lt;a href="http://schatzis-on-tour.blog.de/2013/05/12/30-stufen-bad-15958765/"&gt;hier&lt;/a&gt; überhaupt geschrieben habe.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die &lt;a href="http://www.ruhrfestspiele.de/"&gt;Ruhrfestspiele in Recklinghausen&lt;/a&gt; sind es eines der ältesten Theaterfestivals Europas (mehr dazu &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrfestspiele"&gt;hier&lt;/a&gt;) und es ist schon eine kleine Schande, dass wir bisher noch nicht dagewesen sind.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das sollte sich aber an diesem Wochenende ändern.&lt;br&gt;
Schatzi hatte vor ein paar Wochen mal ein wenig recherchiert und dabei auch auf den Seiten der Ruhrfestspiele gestöbert.&lt;br&gt;
Dabei hat sie dann entdeckt, dass am 10. und 11. Mai eine Inszenierung des Münchner Residenztheaters &lt;a href="http://www.residenztheater.de/inszenierung/die-anarchistin"&gt;&lt;em&gt;Die Anarchistin&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://davidmamet.com/"&gt;David Mamet&lt;/a&gt; mit Cornelia Froboess als eine der beiden Protagonistinnen aufgeführt werden sollte.&lt;br&gt;
Die Stückbeschreibung klang sehr spannend und die Froboess wollten wir beide gerne mal in einem Theaterstück sehen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrfestspielhaus"&gt;Festspielhaus&lt;/a&gt; im Stadtgarten von Recklinghausen ist ein riesiges, graues, im Bauhaus-Stil gehaltenes, Gebäude, dass dennoch offen, und, wie heißt es doch so schön: luftig, wirkt.&lt;br&gt;
Um den Eingang herum befanden sich einige Essens- und Getränkestände, an denen auch schon einige BesucherInnen standen und saßen, als wir um kurz nach 18 Uhr dort ankamen. Wir haben uns ein wenig umgeschaut und sind in die Einganghalle gegangen, in der es neben weiteren gastronomischen Ständen auch noch einen kleinen Stand mit Büchern und &lt;em&gt;Fanartikeln&lt;/em&gt; gab.&lt;br&gt;
(Leider hatten sie kein T-Shirt und auch keine Sweaterjacke in meiner Größe mehr da, sodass ich diesmal ohne Beute nach Hause fahren musste. &lt;img src="/img/smilies/icon_sad.gif" alt=":(" class="middle" border="0"&gt;)&lt;br&gt;
Wir haben dann ein Buch über die Geschichte der Ruhrfestspiele gekauft und noch einen Kaffee bzw. Cappuccino getrunken.&lt;br&gt;
Dann ging es auch schon die Treppen hinauf ins große Haus. Ein schlicht gehaltener Raum mit dunklen Wänden und nur interessanten Deckenlampen als Blickfang.&lt;br&gt;
Nun aber zum Stück selbst.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Die Anarchistin&lt;/em&gt; geht es um eine Terroristin, Cathy - &lt;a href="http://www.baumbaueractors.com/index.php?id=8&amp;tx_pbactors_pi1[showUid]=10&amp;tx_pbactors_pi1[0]=0"&gt;Cornelia Froboess&lt;/a&gt;, die seit 35 Jahren für den Mord an zwei Polizisten und für die Mitgliedschaft in einer anarchistischen Bewegung im Gefängnis sitzt und jetzt entlassen werden möchte, um ihren schwerkranken Vater zu besuchen und anschließend in ein Kloster einzutreten, da sie im Gefängnis zum christlichen Glauben gefunden hätte.&lt;br&gt;
Die Gutachterin, Ann - &lt;a href="http://www.agentur-schneider-berlin.de/ie/link/ca_vita.html"&gt;Sibylle Canonica&lt;/a&gt;, soll feststellen, ob Cathy sich wirklich geändert hat.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Aufführung beginnt mit einer dunklen Bühne, wir hören, wie eine Person einen Gang entlang läuft und immer wieder Türen aufgeschlossen werden, bis schließlich der Vorhang aufgeht und wir einen schlichten, grell erleuchteten Raum mit einem Schreibtisch, einem Bürostuhl, einem Telefon und ein paar Akten sehen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Cathy steht in ihrem grünen Gefängnis-Outfit auf der einen Seite und Ann ist am Schreibtisch und packt ihre Tasche aus. In einem ihrer ersten Sätze berichtet sie Cathy, dass sie im Gefängnis auffhören wird und jetzt nur noch diese Anhörung durchführen muss.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dann beginnt eine ausführliche Befragung der Gefangenen nach ihren Motiven und ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen Wandlung zu einer gläubigen Christin.&lt;br&gt;
Es geht um viele Themen: (Staats-)Gewalt, Terrorismus, Glauben, (lesbische)Liebe, Verrat, Gnade, Reue, Rache, Lüge, Vergebung.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Cathy versucht, Ann davon zu überzeugen, dass sie sich tatsächlich geändert hat. Das sie der Gewalt und dem linksradikalem, umstürzlerischen Gedankengut abgeschworen hat.&lt;br&gt;
Ann versucht, die wahren Motive Cathys herauszufinden. Sie glaubt ihr nicht, dass sie jetzt gläubige Christin geworden ist. Zu oft haben Gefangene mit einem Bekenntnis zur Religion versucht, eine Haftverkürzung zu erreichen, zu oft stellte sich dies als Lüge heraus.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ein siebzigminütiger Kampf der Worte bricht aus, dem nicht immer ganz leicht zu folgen ist.&lt;br&gt;
Immer wieder wird das Gespräch, der Kampf, vom läutenden Telefon unterbrochen; wir erfahren, dass die Angehörigen der ermordeten Polizisten da sind, die verhindern wollen, dass Cathy jemals entlassen wird.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Letztendlich wird aber klar, dass es Ann nur darum geht, dass Cathy einen Verrat begeht, um ihre Freiheit zu erlangen.&lt;br&gt;
Sie soll verraten, wo sich ihre damalige Geliebte und mutmaßliche Mittäterin, Althea, aufhält. Nur das sei ein Beweis, dass sie wirklich geläutert ist.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das Stück wird zunehmend zu einem Nervenkrieg, in dem die Macht denkbar ungleich verteilt ist und so kommt es am Ende, wie es im Verlauf des Stückes schwerlich anders vorstellbar war, wie es kommen muss.&lt;br&gt;
Cathy wird nie wieder in Freiheit sein.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Unserer Auffassung nach geht es in diesem Stück um den Sinn (Gesinnung, Gewissen, Lebenssinn) menschlichen Handelns.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Inszenierung ist handlungsbedingt sehr minimalistisch, aber die Schauspielerinnen glänzen in ihren Rollen.&lt;br&gt;
Ein anspruchsvolles Stück, das dem Publikum intelektuell viel abverlangt (nix für Denkfaule, von denen leider welche neben uns saßen).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Alles in allem: Genau das Richtige für uns!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2013/05/12/anarchistin-david-mamet-15959550/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2013/05/12/anarchistin-david-mamet-15959550/</link><pubDate>Sun, 12 May 2013 21:17:59 +0200</pubDate></item><item><title>Buchvorstellung: Claudia Lewin - In mir ein Meer</title><description>	&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;Die neue Kollegin ist Anne von Anfang an sympathisch. Wenn sie ehrlich ist, schlägt diese Benita regelrecht Wellen in ihr. Doch da sind schließlich Martin und die Kinder. Fasst Anne den Mut, Farbe zu bekennen?&lt;br&gt;
Rückseite des Buches&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Ein Buch mit "nur" 160 Seiten aus dem Ulrike-Helmer-Verlag! Und dann auch noch mit relativ großer Schrift! Was eine Freude ist für Lesben, die bereits eine Lesebrille brauchen! &lt;img src="/img/smilies/icon_biggrin.gif" alt=":D" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Anne, 46, verheiratet, zwei Kinder (um die 20), lernt bei ihrer Arbeit in einem Labor, die zwölf Jahre jüngere Benita kennen.&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Die neue Kollegin Benita war Anne von Anfang an sympathisch. So kommen sich die beiden schnell näher. Als Benita ihr schließlich erzählt, dass sie Frauen liebt, ist Anne verunsichert und tief im Innersten berührt. Während Benita um sie zu werben beginnt, kämpft Anne mit zwiespältigsten Gefühlen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Homepage Ulrike Helmer-Verlag&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Es kommt zu einem ersten Kuss und später dann auch zu mehr.&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Doch dann verunglückt Benita eines Tages schwer.&lt;br&gt;
Homepage Ulrike Helmer-Verlag&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Der Unfall passiert am Tag, nachdem Benita und Anne sich gesehen hatten und sie von Anne eine Entscheidung eingefordert hat.&lt;br&gt;
Sie liegt im Koma und es beginnen Spekulationen, ob dieser Unfall Zufall war oder nicht.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- Annes, die ihre Perspektive nimmt einen Grßteil des Buches ein&lt;br&gt;
- Benitas, die nur in Form von Tagebucheinträgen zu Wort kommt&lt;br&gt;
- Helgas, eine Arbeitskollegin und Freundin&lt;br&gt;
- Susannes, eine lesbische Arbeitskollegin&lt;br&gt;
- Marthas, Benitas Mutter und beste Freundin von Helga&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wenn Anne erzählt, erfahren wir sehr viel über ihre inneren Konflikte. Sie ist eine verheiratete Frau, ist davon überzeugt, dass es ein Fehler ist, sich auf Benita einzulassen. Sie braucht die Sicherheit ihrer Ehe und will sich nicht auf Risiken einlassen.&lt;br&gt;
Nach Benitas Unfall wird sie völlig aus der Bahn geworfen und beschließt, für ein Wochenende in die Wohnung ihrer Schwester zu gehen - die nicht da ist - um nachzudenken.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sehr ausführlich schildert Claudia Lewin, wie Anne darum ringt, eine Entscheidung für oder gegen Benita zu fällen. Wie sie Angst hat, dass es vielleicht schon zu spät sein könnte.&lt;br&gt;
Es geht bei diesem Gedankengängen nicht darum, was aus Ehemann und Kindern wird (die Kinder sind aus dem Haus, bzw. werden es bald sein), sondern um Anne und darum, was aus ihr wird.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Da Benita im Koma liegt, kann sie schlecht selbst zu Wort kommen.&lt;br&gt;
Als ihre Mutter in ihrer Wohnung Sachen für das Krankenhaus zusammensucht, fällt ihr das Tagebuch in die Hände. Sie beschließt, es zu Anne zu bringen, von der sie durch ihre Freundin Helga - die Arbeitskollegin von Anne und Benita - erfahren hat.&lt;br&gt;
Sie hofft wohl, dass Anne bei der Heilung helfen kann.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Anne liest also dieses Tagebuch und erfährt so, wie es in Benita aussieht.&lt;br&gt;
(Sehr schön ist das Bild, dass Benita Anne als Schnecke bezeichnet, die vorsichtig und neugierg den Kopf herausstreckt, aber dann, sobald das Neue, was sie sieht, sie erschreckt, den Kopf schnell wieder einzieht und sich in ihr Schneckenhaus verkriecht.)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wie sich Anne letztendlich entscheidet, verrate ich hier natürlich nicht.&lt;br&gt;
Ein interessantes und durchaus lesenswertes Buch über die Konflikte einer Frau, die sich Klarheit über ihre Gefühle machen verschaffen muss und will.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.lesben.org/kultur/buecher/romane-belletristik/l/11236-lewin-claudia-in-mir-ein-meer.html"&gt;Claudia Lewin - Im mir ein Meer, Ulrike Helmer-Verlag, 2012&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://helmer.txt9.de/"&gt;Ulrike Helmer-Verlag&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/11/16/buchvorstellung-claudia-lewin-meer-15198789/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/11/16/buchvorstellung-claudia-lewin-meer-15198789/</link><pubDate>Fri, 16 Nov 2012 07:00:00 +0100</pubDate></item><item><title>Lesbischer Herbst 2012 - Unsichtbar: Fluch oder Segen? 9. - 11. November in Frankfurt am Main - der Sonntag</title><description>	&lt;p&gt;Heute durften wir eine Stunde länger schlafen &lt;img src="/img/smilies/icon_biggrin.gif" alt=":D" class="middle" border="0"&gt;&lt;br&gt;
Allerdings durfte ich dafür als Erste ran. &lt;img src="/img/smilies/icon_redface.gif" alt=":oops:" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich habe ausführlichst über Literatur für Lesben 49+ berichtet.&lt;br&gt;
Da gibt es ja zurzeit immer mehr Bücher dazu.&lt;br&gt;
Nicht nur Romane sondern auch Sachbücher. Einige von denen sind schon länger auf dem Markt, andere erschienen in diesem Jahr.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Hier ein kleiner Ausschnitt der vorgestellten Bücher, für einige kommt in den nächsten Tagen dann noch eine längere Besprechung.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Claudia Lewin, &lt;a href="http://www.lesben.org/kultur/buecher/romane-belletristik/l/11236-lewin-claudia-in-mir-ein-meer.html"&gt;In mir ein Meer&lt;/a&gt;, Ulrike Helmer-Verlag, 2012&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Helga Boschitz, &lt;a href="http://www.lesben.org/kultur/buecher/neue-buecher-2010/10125-boschitz-helga-es-fuehlt-sich-endlich-richtig-an-erfahrungen-mit-dem-spaeten-coming-out.html"&gt;Es fühlt sich endlich richtig an! Erfahrungen mit dem späten Coming-Out&lt;/a&gt;, Ch. Links-Verlag, 2010&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Trix Niederhauser, &lt;a href="http://www.lesben.org/kultur/buecher/romane-belletristik/n/11751-niederhauser-trix-das-tantenerbe.html"&gt;Das Tantenerbe&lt;/a&gt;, Ulrike Helmer Verlag, 2012&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Veneda Mühlenbrink, &lt;a href="http://www.lesben.org/kultur/buecher/neue-buecher-2010/8996-muehlenbrink-veneda-irgendwo-auf-der-welt-faengt-mein-weg-zum-himmel-an.html"&gt;Irgendwo auf der Welt fängt mein Weg zum Himmel an&lt;/a&gt;, Ulrike Helmer Verlag, 2010&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Traude Bührmann, &lt;a href="http://www.amazon.de/durchatmen-Kurzroman-Traude-Bührmann/dp/3887697693"&gt;durchatmen&lt;/a&gt;, konkursbuch, 2011&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ulrike Janz, &lt;a href="http://www.krugschadenberg.de/index.php?id=25&amp;tt_products[begin_at]=15&amp;tt_products[backPID]=4&amp;tt_products[product]=61&amp;cHash=6c30084774e01945e6d2e957ac44716a"&gt;Verwandlungen - Lesben und die Wechseljahre&lt;/a&gt;, Krug &amp; Schadenberg, 2006&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Traude Bührmann, &lt;a href="http://www.lesben.org/kultur/buecher/sachbuecher/4582-buehrmann-traude-faltenweise-lesben-und-alter.html"&gt;Faltenweise - Lesben und Alter&lt;/a&gt;, Krug &amp; Schadenberg, 2000&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich war sehr überrascht, dass doch ein Großteil der Frauen noch nicht abgereist war und heute vormittag, bzw. mittag noch einmal den Weg in die Fachhochschule gefunden hatte.&lt;br&gt;
Es haben auch Einzelne noch weitere Bücher genannt, die sie für sehr lesenswert halten.&lt;br&gt;
Da waren dann auch welche dabei, die ich noch nicht kannte. (Ja, das gibt es tatsächlich! Ich schäm mich ja schon! &lt;img src="/img/smilies/icon_redface.gif" alt=":oops:" class="middle" border="0"&gt;)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Erzählt habe ich auch, dass ich es mir zur Angewohnheit gemacht habe, in jeder Stadt, die Schatzi und ich bereisen, eine Buchhandlung zu besuchen, und die Buchhändlerinnen nach Biographien über ortsbekannte Frauen bzw. berühmte Frauen zu befragen (Leserinnen des Blogs &lt;a href="http://schatzis-on-tour.blog.de/"&gt;Schatzis on Tour&lt;/a&gt; wissen das natürlich längst!) und natürlich das Buch dann auch zu kaufen. Einige Zuhörerinnen überlegten sich, das auch mal zu machen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zum Abschluß gab es von mir dann noch eine &lt;em&gt;Kleine Leseliste für Lesben in den besten Jahren&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Damit war die Tagung aber nicht ganz zu Ende.&lt;br&gt;
Yvonne hat uns befragt, was für Themen denn für den nächsten Lesbischen Herbst in zwei Jahren interessant sein könnten.&lt;br&gt;
Einzelne Themen wurden zwar nicht benannt - okay, Sexualität sollte noch mal drankommen -, aber es gab eine Mini-Diskussion über den Ort der nächsten Tagung. Einige würden gerne wieder in ein Bildungs-/Tagungshaus gehen, das etwas abseits liegt, Andere plädierten dafür, in Frankfurt zu bleiben, wegen der bessseren Erreichbarkeit und natürlich der &lt;em&gt;Sichtbarkeit&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Aber das war eine harmlose Diskussion, da sind Schatzi und ich doch ganz andere Auseinandersetzungen von den LFT her gewohnt. &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Alles in allem war dies eine wunderbare Tagung. Hervorragend von Yvonne organisiert, mit lecker Essen und ausreichend Platz, guter Erreichbarkeit und tollen Frauen.&lt;br&gt;
Es war schön, dass sich Junglesben von der FH gefunden hatten, die die Bewirtung übernommen haben.&lt;br&gt;
Sie waren ausgesprochen freundlich und aufmerksam. Und toll fand ich auch, dass die zwei mit zum Abendessen ins IB Hotel gekommen sind. Da konnte tatsächlich ein kleiner Austausch der Generationen stattfinden.&lt;br&gt;
(Vielleicht wird es doch mal Zeit, eine Tagung zu diesem Thema zu organisieren. Das kann ja unabhängig vom Lesbischen Herbst passieren. Ich hatte schon das Gefühl, dass es in beiden Altersgruppen dafür Interesse gab.)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Und vor allen Dingen hat dieser Lesbische Herbst gezeigt:&lt;br&gt;
- nicht alle Frauen über 50 sind Omas und unterhalten sich über Frauenkram oder Frauengedöns wie das ein ehemaliger Bundeskanzler mal genannt hat&lt;br&gt;
- der Lesbische Herbst ist auch ein Ort für Frauen, die noch unsicher sind und ihren Platz in der Welt suchen&lt;br&gt;
- das Zusammentreffen mit anderen Lesben ist immer wieder beflügelnd und es zeigte sich eine Leichtigkeit und Lebensfreude, auch durch das Zusammensein am Samstag abend, dass es eine Freude war!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schade, dass ich in zwei Jahren immer noch nicht alt genug sein werde, um regulär teilzunehmen.&lt;br&gt;
Aber in vier Jahren! Yeah!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Noch eine allerletzte Frage:&lt;br&gt;
Und was machen wir jetzt für die Frauen zwischen 30 und 49, die nicht unbedingt zu L-Beach wollen, weil sie nicht so auf Party stehen, aber noch nicht zum Lesbischen Herbst dürfen???&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/11/11/lesbischer-herbst-2012-unsichtbar-fluch-segen-9-11-november-frankfurt-main-sonntag-15192530/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/11/11/lesbischer-herbst-2012-unsichtbar-fluch-segen-9-11-november-frankfurt-main-sonntag-15192530/</link><pubDate>Sun, 11 Nov 2012 20:22:09 +0100</pubDate></item><item><title>Lesbischer Herbst 2012 - Unsichtbar: Fluch oder Segen? 9. - 11. November in Frankfurt am Main - der Samstag</title><description>	&lt;p&gt;Der Samstag morgen begann mit einer kurzen Einleitung zum Thema Unsichtbar - Fluch oder Segen? und der Frage: Sind wir zur Unsichtbarkeit verdammt? Welche Auswirkung hat die Unsichtbarkeit auf Junglesben, Frauen auf der Suche nach ihrer Identität und Lesben, die nicht in einer größeren Stadt wohnen und daher leichter Zugang zu Einrichtungen für Lesben haben?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Im ersten Vortrag von &lt;a href="http://www.elke-amberg.de/"&gt;Elke Amberg&lt;/a&gt; ging es um die vorhandene Darstellung von Lesben in den Medien.&lt;br&gt;
Es gibt viele Studien und Betrachtungen zu Lesben in Film und Fernsehen, aber kaum eine zur Darstellung in den Printmedien.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Elke Amberg, Journalistin und PR-Frau aus München hat das Buch &lt;a href="http://www.lesben.org/kultur/buecher/sachbuecher/10632-amberg-elke-schoen-stark-frei-wie-lesben-in-der-presse-nicht-dargestellt-werden.html"&gt;Schön! Stark! Frei! - Wie Lesben in der Presse (nicht) dargestellt werden&lt;/a&gt; geschrieben.&lt;br&gt;
Dafür hat sie vier Münchner Zeitungen nach Berichten über Lesben durchforstet, beschränkt auf sechs Monate in 2009.&lt;br&gt;
Sie stellte dabei fest, dass in Artikeln über Lesben und Schwule am häufigsten schwule und heterosexuelle(!) Männer zu Wort kommen. Frau Amberg entdeckte keine einzige Überschrift mit dem Begriff &lt;em&gt;Lesbe&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;lesbisch&lt;/em&gt; und bebildert werden die Berichte in der Regel mit Fotos von Männern.&lt;br&gt;
Sie berichtete weiterhin, dass der Anteil der Artikel über Lesben in der letzten Zeit zwar zugenommen hat, aber nur dadurch, dass jetzt verstärkt über Regenbogenfamilien und die Gleichstellung mit der Ehe berichtet wird (siehe u.a. &lt;a href="http://www.zeit.de/2012/34/Homosexualitaet-Gleichstellung"&gt;Die Zeit&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Fragen, die dazu aufkommen, sind:&lt;br&gt;
Ist das die Darstellung, die wir wollen? Wollen wir alle als Mütter wahrgenommen werden? Haben Lesben nur über die Mutterschaft die Chance, von der Gesellschaft wahrgenommen zu werden?&lt;br&gt;
Oder wollen wir so wie die Schwulen dargestellt werden? Kostümiert, definiert weitestgehend über unsere Sexualität?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Elke Amberg erwähnte übrigens noch: Obwohl der Anteil der Frauen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in den letzten Jahren angestiegen ist, wird dennoch nicht häufiger als früher über sie berichtet.&lt;br&gt;
Schon seltsam, oder?&lt;br&gt;
Und sie stellt durchaus auch einen &lt;em&gt;Backlash&lt;/em&gt; in den Medien fest. Lesben werden häufiger als früher als &lt;em&gt;Emanzen &lt;/em&gt;verunglimpft, wenn sie denn nicht gerade Mütter sind.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Danach kam Dr. Marie Sichtermann von &lt;a href="http://www.geld-und-rosen.de/index.html"&gt;Geld &amp; Rosen&lt;/a&gt;.&lt;br&gt;
Sie begann mit einem Vergleich.&lt;br&gt;
Wie im Buch &lt;a href="http://www.fischerverlage.de/buch/die_nebel_von_avalon/9783596282227"&gt;Die Nebel von Avalon&lt;/a&gt; die Insel Avalon hinter einem Nebel verborgen liegt und von denen, die nicht wissen, dass es diese Insel gibt, nicht gesehen wird, wissen anscheinend viele heterosexuelle Menschen nicht, dass es Lesben bzw. eine lesbische Welt gibt.&lt;br&gt;
Ein schöner Vergleich, wie ich finde.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich blättere gerade meine Zettel durch und stelle dabei fest, dass ich mir ziemlich viele Notizen gemacht habe. Deswegen schreibe ich hier einfach mal das hin, was ich zu Frau Sichtermanns Vortrag notierte.&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Und die Frage an uns ist jetzt: Wieviel wollen wir zeigen? Was wollen wir zeigen?&lt;br&gt;
Wir sollten bestimmen, was wir zeigen wollen und nicht die Heteropresse.&lt;br&gt;
Es ist der Lesbenbewegung, bzw. den Lesben nicht gelungen, den Begriff &lt;em&gt;Lesbe&lt;/em&gt; positiv zu wenden.&lt;br&gt;
&lt;em&gt;Lesbe &lt;/em&gt;ist ein &lt;em&gt;Opferwort&lt;/em&gt;, das bei jüngeren frauenliebenden Frauen nicht sehr beliebt ist.&lt;br&gt;
Das Wort wird vermieden.&lt;br&gt;
Welches Wort wäre besser? Wollen wir ein anderes Wort?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Lesben sind nicht auf Anhieb erkennbar.&lt;br&gt;
Unser lesbisches Leben ist hinter einem Nebel verborgen und versteckt.&lt;br&gt;
Schafft das auch Freiräume?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Lesben der Siebziger Jahre wollten sich nicht integrieren, sie waren bestrebt, autonom zu leben.&lt;br&gt;
Diese Kultur der Autonomie wird nicht mehr genährt, sie schrumpft.&lt;br&gt;
Wollen wir uns &lt;em&gt;normalisieren&lt;/em&gt;?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wir können uns ruhig in der Öffentlichkeit küssen, es guckt ja doch keiner!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das Geschenk des Lebens ohne Mutterschaft, für das die Lesben in den früheren Jahrzehnten gekämpft haben, wird nicht mehr angenommen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die eigene Kultur sollte gestärkt werden.&lt;br&gt;
Sie ist nicht spektakulär, sondern fein.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ist es möglich, das sichtbar zu machen?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Lesben wagten den Ausbruch aus der symbolischen Ordnung des höher stehenden Mannes.&lt;br&gt;
Singles wurden bei den Lesben besser anerkannt. (Hat sich das heute gewandelt?)&lt;br&gt;
Heute spielen Klassenunterschiede auch bei Lesben wieder eine Rolle.&lt;br&gt;
Woher kommt das?&lt;br&gt;
Wie lässt sich das umkehren?&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Oh je, ich sehe gerade, dass meine Notizen gleich weitergehen zur Diskussionsrunde am Nachmittag.&lt;br&gt;
Nach der einstündigen Mittagspause mit sehr leckerem Essen haben wir uns für den Nachmittag in verschiedene Gruppen aufgeteilt:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- Vertiefung der Diskussion über die (Un-)Sichtbarkeit von Lesben&lt;br&gt;
- Lesbische Identität gestalten – Spielraum schaffen&lt;br&gt;
- Lesbisch und kinderlos. Bewusste Wahl mit Folgen&lt;br&gt;
- Lesben mit Kindern.  Freude und Schmerz wohnen zusammen&lt;br&gt;
(Die Gruppen &lt;em&gt;Und was ist mit Sex?&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Lesben und Internet - Chancen nutzen, Risiken minimieren&lt;/em&gt; kamen nicht zustande.)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich war in der ersten Gruppe - die auch die größte war -, Schatzi in der vierten.&lt;br&gt;
Aus Schatzis Gruppe möchten wir nicht berichten, das Thema war doch sehr persönlich. Nur so viel: was Kinder - auch erwachsene Kinder - ihren Müttern, die sich ihren Kindern gegenüber outen, alles an den Kopf schmeißen können, ist unglaublich und doch wahr.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Meine weiteren Notizen zum Thema Sichtbarkeit - Unsichtbarkeit:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Wir brauchen Hilfs- und Unterstützungssysteme für Leben, die im Alltag diskriminiert und gemobbt werden.&lt;br&gt;
Wir sollten sichtbar sein, für alle Frauen, die lesbisch empfinden, egal welchen Alters.&lt;br&gt;
Sind wir heute sichtbarer als früher?&lt;br&gt;
Sichtbarkeit als Bewertung des Lesbisch-seins.&lt;br&gt;
Sichtbarkeit kann auch Spaß machen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Viele Lesben &lt;em&gt;segeln&lt;/em&gt; unter der Frauenfahne.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Brauchen wir eine professionellere Herangehensweise an die Öffentlichkeitsarbeit?&lt;br&gt;
Was ist mit unserer Vorbildfunktion?&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Ich war positiv überrascht, wie viele Lesben, auch von den &lt;em&gt;Späterblühten&lt;/em&gt; - den &lt;a href="http://www.late-bloomers.de/"&gt;Late Bloomers&lt;/a&gt; - für einen offenen Umgang mit ihrem Lesbisch-sein plädiert haben und auch schon viel für diese Offenheit tun. Und von Denjenigen, die noch nicht so viel machen, gab es doch einige, die sich vornahmen, jetzt auch in ihren Heimat-/Wohnorten etwas ins Leben zu rufen, dass die Sichtbarkeit von Lesben erhöht. Und sei es so was &lt;em&gt;Simples&lt;/em&gt; wie &lt;a href="http://www.ladies-lounge.org/"&gt;Ladies Takeover Friday&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wir waren dann auch die Gruppe, die am längsten diskutiert hat und auch noch stundenlang hätte weitermachen können.&lt;br&gt;
Aber irgendwann muss ja auch mal Schluss sein.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zum Abschluss des Tagungsteils kamen wir dann noch kurz wieder in der großen Runde zusammen und berichteten uns gegenseitig aus den Gruppen, bzw. unsere Gruppe berichtete.&lt;br&gt;
Zum Abendessen ging es ins &lt;a href="http://www.bestwestern.de/hotels/Frankfurt-am-Main/BEST-WESTERN-PREMIER-IB-Hotel-Friedberger-Warte"&gt;IB-Hotel Best Western&lt;/a&gt; an der Friedberger Warte zu einem reichhaltigen Buffet und klasse Musik von &lt;a href="http://www.tine-lott.de/"&gt;Tine Lott&lt;/a&gt;. Es wurde gegessen, getrunken, gesungen und getanzt. Und wir hatten noch sehr viel Spaß.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Fortsetzung folgt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;____&lt;br&gt;
weitere Links zu &lt;em&gt;Take over Friday&lt;/em&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.takeoverfriday.de/"&gt;Mainz&lt;/a&gt; (lesbisch-schwul gemischt)&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.take-over-friday.de/"&gt;Stuttgart&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/11/11/lesbischer-herbst-2012-unsichtbar-fluch-segen-9-11-november-frankfurt-main-samstag-15192402/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/11/11/lesbischer-herbst-2012-unsichtbar-fluch-segen-9-11-november-frankfurt-main-samstag-15192402/</link><pubDate>Sun, 11 Nov 2012 19:42:09 +0100</pubDate></item><item><title>Lesbischer Herbst 2012 - Unsichtbar: Fluch oder Segen? 9. - 11. November in Frankfurt am Main - der Freitag</title><description>	&lt;p&gt;Ja, ja, ich weiß, ich weiß: ich bin noch gar nicht alt genug für &lt;a href="http://www.lesbischerherbst.de/"&gt;Lesbischer Herbst&lt;/a&gt;. Mir fehlen noch ein paar Jahre von den 49+, die normalerweise für die Teilnahme erforderlich sind.&lt;br&gt;
Doch ich wurde angefragt. Als Referentin. Genauer gesagt, wegen meiner Leidenschaft für Bücher.&lt;br&gt;
Yvonne, die Organisatorin, hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, beim Lesbischen Herbst Bücher für Lesben 49+ vorzustellen.&lt;br&gt;
Da habe ich natürlich sofort zugesagt.&lt;br&gt;
Und so kam es, dass ich auch an der eigentlichen Tagung teilnehmen konnte. Und Schatzi kam natürlich auch mit. Sie ist nämlich schon 49+, so war das kein Problem.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Tagung fand hier in Frankfurt in der &lt;a href="http://www.fh-frankfurt.de/"&gt;Fachhochschule&lt;/a&gt; in zwei sehr großen Räumen statt. In dem einen Raum gab es Getränke, kleine Snacks und am Samstag das Mittagessen, im zweiten Raum wurden die Vorträge gehalten und themenbezogen diskutiert.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Am Freitag abend um 20 Uhr ging es los.&lt;br&gt;
Yvonne begrüßte die Teilnehmerinnen (insgesamt waren wir 55 Lesben) und erklärte ein bißchen was Organisatorisches.&lt;br&gt;
Danach wurde das Grußwort des Präsidenten, Dr.-Ing. Detlev Buchholz, der Fachhochschule vorgelesen. Herr Buchholz freue sich sehr darüber, dass der Lesbische Herbst in der Fachhochschule stattfindet und dadurch auch viele Studierende damit konfrontiert werden. Denn es gäbe an diesem Wochenende auch ein paar Seminare, so dass Studierende die Plakate für den Lesbischen Herbst sehen könnten.&lt;br&gt;
Das passte natürlich hervorragend zum Thema der Tagung: Unsichtbar - Fluch oder Segen?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;(Und es scheint tatsächlich auch an einer Hochschule noch nötig zu sein, Lesben sichtbar zu machen. Wir haben nämlich erfahren, dass eine junge Studentin, die bei der Vorbereitung der Tagung mitgemacht hat und die unter anderem am Getränkeauschank arbeitete, von einer Kommilitonen angefeindet wurde. So nach dem Motto: "Lesben interessieren mich nicht. Die sind doch nicht normal.")&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Danach gab es eine kleine Vorstellungsrunde. Aber nur nach Geburtsjahrzehnten und Wohnort. Die älteste Teilnehmerin war übrigens 75. Toll!&lt;br&gt;
Anschließend haben wir noch ein wenig zusammengestanden oder -gesessen und uns schon mal etwas näher kennengelernt.&lt;br&gt;
Unter anderem die beiden Referentinnen für den Samstag, Marie Sichtermann und Elke Amberg und eine Journalistin aus Castrop-Rauxel (ja, den Ort gibt es tatsächlich! &lt;img src="/img/smilies/icon_lol.gif" alt=":DD" class="middle" border="0"&gt; ), die aber privat da war.&lt;br&gt;
Die meisten Frauen kamen aus den Postleitzahlbereichen 4, 5 und 6, aber es waren auch einige Berlinerinnen, welche aus Schleswig-Holstein und eine aus Mecklenburg-Vorpommern da. Und drei Schweizerinnen nicht zu vergessen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schatzi und ich waren sehr gespannt, was uns am Samstag zum Hauptthema der Tagung erwarten würde.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Fortsetzung folgt...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/11/11/lesbischer-herbst-2012-unsichtbar-fluch-segen-9-11-november-frankfurt-main-freitag-15191812/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/11/11/lesbischer-herbst-2012-unsichtbar-fluch-segen-9-11-november-frankfurt-main-freitag-15191812/</link><pubDate>Sun, 11 Nov 2012 17:18:03 +0100</pubDate></item><item><title>Ein Tag auf der Frankfurter Buchmesse 2012 oder Herta lacht! - Teil 2</title><description>	&lt;p&gt;So, nu aber raus, quer über den Platz, hin zu den Hallen 5 und 6.&lt;br&gt;
Dort im ersten Stock zwischen den beiden Hallen ist das &lt;a href="http://www.dasblauesofa.zdf.de/"&gt;Blaue Sofa&lt;/a&gt; des ZDF.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Für halb eins wurde die Literaturnobelpreisträgerin&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herta_M%C3%BCller"&gt; Herta Müller&lt;/a&gt; erwartet.&lt;br&gt;
Ja, ich mag ihre Bücher. Ich finde, die &lt;a href="http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-23391-1"&gt;Atemschaukel&lt;/a&gt; ist eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe.&lt;br&gt;
Und ich war gespannt, was Herta Müller über ihr neuestes Buch &lt;a href="http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-23857-2"&gt;Vater telefoniert mit den Fliegen erzählt&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sie sprach mit einer Leidenschaft über das Zusammenkleben von aus Zeitschriften , Zeitungen und Katalogen ausgeschnittenen Worten zu Sätzen, Reimen, Gedichten, dass es einfach herrlich war, ihr auch nur zuzuhören.&lt;br&gt;
Es war ihr anzusehen, welch - fast kindliche - Freude ihr das Raussuchen von Wörtern für ihre Texte bereitet.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sie erzählte außerdem, dass diese kurzen Texte und Gedichte den Vorteil haben, dass sie schneller fertig sind, als so ein umfangreicher Roman. Und das ist doch ein gutes Gefühl.&lt;br&gt;
Weiterhin sagte sie, dass die bunten Worte auch eine Kompensation für das triste, graue Leben in Rumänien seien. Nach ihrer Ausreise wurde das Leben (und die Worte) so viel bunter, so dass sie einfach die bunten Worte ausschneiden und sammeln musste.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es war ein wirklich tolles Gespräch, das eine sehr entspannte und heitere Herta Müller offenbarte. Eine Seite, die viele ihr wohl nicht zugetraut haben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/874/6666874_c94fe1ac06_m.jpeg" alt="Herta-lacht!"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich musste dabei an die Werbung für den Greta-Garbo-Film &lt;a href="http://www.greta-garbo.de/filmbuehne/ninotschka-greta-garbo-melvyn-douglas.html"&gt;Ninotschka&lt;/a&gt; denken. Der damals angepriesen wurde mit der Schlagzeile Die Garbo lacht!, was sie ja in den vorherigen Filmen nie getan hatte.&lt;br&gt;
Und ja, auch die große Herta Müller lacht. Wer hätte das gedacht! &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Hier findet sich das gesamte Gespräch: &lt;a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/1750166/Herta-M%C3%BCller-auf-dem-blauen-Sofa"&gt;Herta Müller auf dem Blauen Sofa&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nach einem Cappuccino und einem Muffin bin ich dann in die Halle 5 zum &lt;a href="http://www.book-fair.com/de/fbm/themen/internationaler_dialog/index.html"&gt;Weltempfang&lt;/a&gt; gegangen, zum Stand des Bundes der Dolmetscher und Übersetzer (&lt;a href="http://www.bdue.de/"&gt;BDÜ&lt;/a&gt;), dessen Mitglied ich bin.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dort habe ich mich ein Stündchen mit Gabriele Matthey, der Hauptverantwortlichen am Stand, unterhalten. Unter anderem über meinen eigenen Standdienst am kommenden Samstag, der für mich eine Premiere sein würde.&lt;br&gt;
Wir sprachen auch darüber, was für Menschen an den Stand kommen, um das Gespräch zu suchen und über das Phänomen, dass ganze Familien durch die Hallen ziehen und alles an Prospekten und anderen Geschenken einsammelt, die es kostenlos gibt.&lt;br&gt;
Frau Matthey hat darüber gerätselt, was die Leute mit den vielen Prospekten machen und kam zu keiner wirklich guten Antwort.&lt;br&gt;
Lesen die alle Prospekte? (Ich habe das bei meinen Prospektsammelaktionen der vorherigen Jahre nie geschafft.) Benutzen Sie die Prospekte als Heizmaterial? (Dabei brennt das bunte Zeug doch gar nicht so gut.)&lt;br&gt;
Es wird also für uns wohl ein ewiges Rätsel bleiben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Danach bin ich noch in die Halle 4 gegangen und habe dort die lesbisch-schwulen Verlage &lt;a href="http://www.querverlag.de/"&gt;Querverlag&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://helmer.txt9.de/"&gt;Ulrike Helmer&lt;/a&gt; besucht, und in Halle 4.2 einige wissenschaftliche Verlage - die Bücher herausgeben, die ich beruflich gebrauchen könnte - angeschaut und auch mit einigen Verantwortlichen gesprochen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Mittlerweile war es denn auch schon 17 Uhr und allmählich wurden die Füße doch lahm und die Arme etwas länger. Obwohl ich dieses Jahr kaum Prospekte eingesteckt habe und auch nicht durch alle Hallen und Gänge gerannt bin.&lt;br&gt;
Aber ich denke, nach fünf Stunden Buchmesse sind die meisten Menschen etwas fertig.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Alles in allem war es ein sehr schöner Tag und in meinem Empfinden der beste Besuch der Buchmesse, den ich bisher gemacht hatte.&lt;br&gt;
&lt;a href="http://nur-ein.blog.de/2012/10/11/buchmesse-tag-15022827/"&gt;&lt;br&gt;
Auch andere Menschen schrieben über die Buchmesse.&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/10/14/tag-frankfurter-buchmesse-2012-herta-lacht-teil-15040847/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/10/14/tag-frankfurter-buchmesse-2012-herta-lacht-teil-15040847/</link><pubDate>Sun, 14 Oct 2012 14:18:57 +0200</pubDate></item><item><title>Ein Tag auf der Frankfurter Buchmesse 2012 oder Herta lacht! - Teil 1</title><description>	&lt;p&gt;Es ist mal wieder Buchmessenzeit und ich habe mir am Donnerstag extra freigenommen, um meiner heimlichen Leidenschaft zu frönen: Bücher! &lt;a href="http://www.buchmesse.de/de/"&gt;Buchmesse&lt;/a&gt;! Lesen!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Da ich die letzten Jahre abends immer ziemlich kaputt war, wenn ich nach Hause ging, hatte ich mir dieses Jahr fest vorgenommen, die Anzahl der besuchten Stände und Hallen - vor allen Dingen die Anzahl der Hallen - zu beschränken.&lt;br&gt;
Sonst bin ich immer durch (fast) alle Hallen, durch (fast) alle Gänge getigert. Ich weiß, sehr schlau war das nicht.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Deswegen habe ich mich tags vorher hingesetzt, den Aussteller- und den Veranstaltungskatalog durchforstet und mir rausgesucht, wo ich hingehen wollte.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Und das habe ich gemacht:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zunächst ging's ins Forum zur Ausstellung von Neuseeland.&lt;br&gt;
Das Ganze steht unter dem Motto While You Were Sleeping - frei übersetzt mit Bevor Es Bei Euch Hell Wird (find ich jetzt nicht so gelungen, aber lassen wir das).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Hier ein paar Bilder (meine Kamera ist nicht die Tollste)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/832/6666832_67d7ac68b1_m.jpeg" alt="Motto-Buchmesse"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/833/6666833_28cad9cfc2_m.jpeg" alt="Buecher-auf-Leinwand"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Bevor die Gäste in den Raum gelassen werden, gibt es die Warnung, dass überall Wasserflächen sind, die nicht betreten werden dürfen. Und in der Tat, es gibt viel Wasser, sehr viel Wasser. Das schränkt natürlich den zu belaufenden Bereich sehr ein und dementsprechend wird es schnell eng in dem ansonsten riesigen Raum.&lt;br&gt;
Es finden in regelmäßigen Abständen immer wieder kleine Vorführungen statt, bei denen dann unter anderem ein Maori unter einer Art Regendusche steht und Texte rezitiert.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Mir hat das nicht so gefallen. Es war viel zu unruhig und durch ein paar grelle Scheinwerfer viel zu hell in dem Raum. Das war ein wenig schade.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Und dann war da noch ein Team des Hessischen Rundfunks, die Aufnahmen für die Sendung &lt;a href="http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=3028"&gt;hauptsache kultur&lt;/a&gt; am gleichen Abend machten.&lt;br&gt;
Die Moderatorin wurde mitten in ein Wasserbecken gestellt und sollte dann immer mit dem Füßen im Wasser rumpuddeln.&lt;br&gt;
War schon lustig, hehe.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data8.blog.de/media/843/6666843_05be4b442f_m.jpeg" alt="Hessischer-Rundfunk"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich bin dann bald wieder rausgegangen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Durch das ARD-Forum hindurch, vorbei an Dennis Scheck, der gerade Donna Leon interviewte, bin ich dann raus aus der Halle und zu Halle 3 rübergeschlendert, in der sich überwiegend deutsche Verlage in allen Größen befinden. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Durch Zufall geriet ich dort in eine Veranstaltung der Frankfurt Book Fair Literacy Campaign - &lt;a href="http://www.litcam.de/"&gt;LitCam&lt;/a&gt;.   &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auf deren Bühne war heute Afrika-Tag.&lt;br&gt;
In dem Gespräch mit drei Verlegern aus Südafrika und Äthiopien  war das Thema Büchermachen in Afrika - Chancen und Herausforderungen.&lt;br&gt;
Leider hatte ich den Anfang verpasst und bekam nur noch die letzten zwanzig Minuten der dreiviertelstündigen Diskussion mit.&lt;br&gt;
Aber unter anderem ging es natürlich über die Kosten der Buchentwicklung, -herstellung und wie denn die Menschen diese Bücher bezahlen sollten.&lt;br&gt;
Ein weiteres großes Problem ist wohl das Spenden von Büchern durch Nicht-Afrikaner.&lt;br&gt;
Da geht es nicht nur darum, dass weniger einheimische Bücher gekauft werden sondern auch darum, dass die Spenden nicht immer angemessen sind.&lt;br&gt;
Wie sinnvoll ist es, einer äthiopischen Grundschulklasse die Biographie über Steve Jobs zu schenken?&lt;br&gt;
(Als ich das gehört habe, musste ich mich doch mal wieder eine Runde fremdschämen.)&lt;br&gt;
Wen interessiert in Afrika Steve Jobs???&lt;br&gt;
Mal abgesehen davon, dass das Buch viel zu dick ist und Kinder eher davon abschreckt, zukünftig ein Buch in die Hand zu nehmen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Leider war diese interessante Veranstaltung nicht sehr gut besucht. Außer mir saßen nur noch 5 weitere Leute im Publikum und von denen gehörten wohl auch drei zu den Gesprächsteilnehmern.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Positionierung der Bühne insgesamt fand ich ziemlich blöd. Ziemlich versteckt neben der Gourmet-Gallery, wo ständig geredet und gekocht wurde. Ne, nich so gut.&lt;br&gt;
Ganz so stiefmütterlich sollte die Frankfurter Buchmesse ihr eigenes "Kind" LitCam nicht behandeln.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Teil 2 folgt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/10/14/tag-frankfurter-buchmesse-2012-herta-lacht-teil-15040781/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/10/14/tag-frankfurter-buchmesse-2012-herta-lacht-teil-15040781/</link><pubDate>Sun, 14 Oct 2012 14:01:11 +0200</pubDate></item><item><title>dOCUMENTA (13) - Ein Ausflug</title><description>	&lt;p&gt;Eine Woche vor Ende der diesjährigen Documenta haben sich elf Lesben/Frauen mit dem Zug auf den Weg nach Kassel gemacht.&lt;br&gt;
&lt;u&gt;&lt;br&gt;
Randbedingungen:&lt;/u&gt;&lt;br&gt;
Es war sehr warm.&lt;br&gt;
Wir haben uns die Füße platt gelaufen.&lt;br&gt;
Alles war sehr gut organisiert (Sonderbus, der alle 15 Minuten umsonst fuhr, zügige Rucksackaufbewahrung)&lt;br&gt;
Da, wo die Schlangen zu lang waren, sind wir nicht hingegangen.&lt;br&gt;
Ein paar Kunstwerke zur Auswahl (die Kunstwerke hießen nicht in echt so, hab ihnen selbst diese Fantasie-Namen gegeben):&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;u&gt;Rauminstallation „Revolutionslieder“&lt;/u&gt;&lt;br&gt;
Ein weißer Raum mit hohen Decken. An den Wänden standen die Texte von ganz vielen Revolutions- und Widerstandsliedern aus mehreren Jahrhunderten (z.B. Partisanenlieder aus Italien, Revolutionslieder aus Kuba, aber auch moderne Rocksongs, die zum Widerstand gegen was auch immer aufrufen).&lt;br&gt;
Zwei Lieder hatten Schatzi und ich auch schon im Chor gesungen. Über allen Liedern stand der Text des Liedes „Die Gedanken sind frei“ (kennst Du ja bestimmt noch von der Schule).&lt;br&gt;
Und dann stand da noch eine Musikbox. Da konnte man auf die Knöpfe drücken und sich die Lieder auch anhören.&lt;br&gt;
Das war echt schön. Hat den Leuten gut gefallen, das eine oder andere Lied zu erkennen und mitsingen zu können. Alle im Raum haben gelächelt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;u&gt;Klanginstallation „Komposition Theresienstadt“&lt;/u&gt;&lt;br&gt;
Ort des Kunstwerks war das Gleis im alten Kasseler Hauptbahnhof von wo aus im 3. Reich Juden in die Konzentrationsläger deportiert wurden.&lt;br&gt;
Ein Theresienstadt-Insasse hatte damals ein Stück komponiert, das eine Künstlerin musikalisch in Fragmente zerlegt hat. Aus den Lautsprechern an den Bahngleisen ringsum tönte jeweils 1 Orchesterinstrument.&lt;br&gt;
Durch den Rundum-Sound bekam man dann eine Ahnung von der Komposition. War irgendwie beklemmend.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;u&gt;Rauminstallation „Rollo-Ballett“&lt;/u&gt;&lt;br&gt;
Über einem alten Gleis in der Halle des alten Hauptbahnhofs hatte eine Künstlerin ganz viele graue Jalousien in verschiedenen Winkeln aufgehängt.&lt;br&gt;
Mittels Computerprogramm öffneten und schlossen sich die Jalousien wie von Geisterhand, die Lamellen kippten vor und zurück. Es war, als ob die Jalousien einem nicht-hörbaren musikalischen Rhythmus folgen – wie eine Ballett-Choreographie. Je nach dem wie das Licht in die Halle fiel, ergaben sich zudem noch alle Schattierungen von Grau und Silber, die man sich nur vorstellen kann. War witzig und spannend. Wir haben versucht zu raten, welche Jalousien als nächstes hoch oder runter gehen, aber es war kein erratbares System dahinter.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;u&gt;Wandgemälde „Segeltuch“&lt;/u&gt;&lt;br&gt;
Die Künstlerin hat mehrere große Segel von Schiffen mit Farben „beschmiert“, dann zu Päckchen zusammengerollt, verschnürt, an einem Meeresstrand festgemacht und dort wochen- oder monatelang liegengelassen.&lt;br&gt;
Das Wasser, die Steine und die Algen stießen dann in all dieser Zeit auf die Segeltücher bzw. umspülten die Tücher.&lt;br&gt;
Dann hat die Künstlerin die Segeltücher wieder ausgepackt und nebeneinander als Riesen-Wandgemälde aufgehängt. Man sieht, was Wasser, Steine und Algen mit dem Segeltuch und den Farben gemacht haben. Nach dem Motto „Das Meer hat gemalt und Kunst hervorgebracht“. Erinnert ein bisschen an Batik-Muster. Sehr schön.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;u&gt;Außeninstallation „Schrotthaufen“&lt;/u&gt;&lt;br&gt;
Eine italienische Künstlerin hat aus 4 Tonnen Schrott einen Riesenhaufen drapiert (Schiffscontainer, halbe Autos, Motoren, alle möglichen Metallteile). Dann hat sie 4 Stücke Schrott aus diesem Haufen rausgenommen und sie durch Betonteile ersetzt. Die 4 Schrottstücke hat sie dann in einem Innenraum wie im Museum präsentiert. Dort wirkte dann jedes Teil für sich wie ein Kunstwerk und draußen vor der Tür war dann halt der Schrotthaufen mit den 4 Beton-Ersatzteilen. Der Schrotthaufen ist während der documenta „Kunst“. Nach der documenta geht der Schrotthaufen zu einem Schrotthändler und wird ganz normal verwertet. So wird niemand für dieses vergängliche „Kunstwerk“ jemals 5 Millionen Euro oder so zahlen. Ist auch besser so…&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die richtigen Titel der Kunstwerke:&lt;br&gt;
&lt;em&gt;Susan Hiller - Die Gedanken sind frei: 100 songs for the 100 days of dOCUMENTA (13)&lt;br&gt;
Susan Philipz - Study for Strings&lt;br&gt;
Haegue Yang - Approaching: Choreography Engineered in Never-Past Tense&lt;br&gt;
Jessica Warboys - Sea Painting&lt;br&gt;
Momentary Monument IV - Lara Favaretto &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Außerdem angeschaut:&lt;br&gt;
&lt;em&gt;Zanele Muholi - Phasen&amp;Gesichter&lt;br&gt;
Sanja Ivekovic - (The Revolutionaries)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Kunstführer der documenta waren keine Kunsthistoriker sondern ganz normale Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kassel, die auf ihre Aufgabe hin geschult worden waren und &lt;em&gt;Worldly Companion&lt;/em&gt; genannt wurden.&lt;br&gt;
Entsprechend haben sie nicht so erzählt, wie man das aus dem Museum gewohnt ist. Sie haben nur ein bisschen erzählt und dann versucht, die Besucher miteinander ins Gespräch zu bringen – nach dem Motto „Was fällt Ihnen dazu ein ?“ oder „Wie fühlen Sie sich in diesem Raum ?“ oder „Woran erinnert Sie das ?“.&lt;br&gt;
War anders, aber auch sehr gut.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nächstes Mal (in 5 Jahren) fahren wir wieder zur documenta.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Leider erst nach dem Ende der dOCUMENTA (13) entdeckt:&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.hr-online.de/website/specials/documenta13/index.jsp?rubrik=74368"&gt;360Grad Tour - Der virtuelle Rundgang (Hessischer Rundfunk)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/09/16/documenta-13-ausflug-14803461/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/09/16/documenta-13-ausflug-14803461/</link><pubDate>Sun, 16 Sep 2012 23:57:19 +0200</pubDate></item><item><title>LFT 2012 in Nürnberg - Workshopbericht 3 von Schatzi</title><description>	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The Big Sin – Die Lust zum Sündigen, Mary Daly und ihr Werk&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Referentin/Mit-Autorin: Eveline Ratzel&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;u&gt;Zur Person von Mary Daly:&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;geboren     1928 in den USA&lt;br&gt;
gestorben  2010&lt;br&gt;
Theologin, Philosophin, Autorin, Radikalfeministin&lt;br&gt;
Vordenkerin der Frauenbewegung der 60-er und 70-er Jahre&lt;br&gt;
Hauptwerke: „Gyn/Ökologie“, „Reine Lust“&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;u&gt;Ihre Themen: &lt;/u&gt;&lt;br&gt;
Patriarchale Unterdrückung von Frauen&lt;br&gt;
Radikalfeministische Befreiung von Frauen&lt;br&gt;
Abschaffung des Patriarchats (durch Frauen ?)&lt;br&gt;
Göttin statt Vatergott&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;u&gt;Beispiel für Mary Dalys Radikalität:&lt;/u&gt;&lt;br&gt;
Sie befürwortet die Reduzierung von Männern auf 10% der menschlichen Rasse in einem evolutionären Prozess.&lt;br&gt;
&lt;u&gt;&lt;br&gt;
Zum Workshop:&lt;/u&gt;&lt;br&gt;
Anlässlich des Todes von Mary Daly im Jan. 2010 wurde die Referentin Eveline Ratzel gebeten, Ihre Magistra über Mary Daly aus dem Jahr 1987 in Buchform zu veröffentlichen. Daraus wurde das neu erschienene Buch „The Big Sin – Die Lust am Sündigen, Mary Daly und ihr Werk“, in dem auch noch andere Freundinnen, Weggefährtinnen, Schülerinnen und andere Wissenschaftlerinnen zu Wort kommen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In diesem Workshop wurden u.a. einige von Mary Dalys Thesen vorgestellt und auf ihre Aktualität überprüft.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Bereits 1978, lange bevor diese Themen öffentlich diskutiert wurden,  prangerte Mary Daly in „Gyn/Ökologie“  großen Gräueltaten des Patriarchats an:&lt;br&gt;
-	die Witwenverbrennung in Indien&lt;br&gt;
-	die Gentechnologie in den USA&lt;br&gt;
-	das Füßebinden in China&lt;br&gt;
-	die weibliche Genitalverstümmlung in Teilen Afrikas&lt;br&gt;
Themen, die heute noch genau so aktuell sind wie vor über 30 Jahren.&lt;br&gt;
Vielleicht mit Ausnahme des Füßebindens in China – „ersatzweise“ wird heute in China Frauenraub (wegen Männerüberschuss), verursacht durch pränatale Geschlechtsselektion betrieben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Referentin erzählte von einem einwöchigen Workshop in der Schweiz in den 80-er Jahren, an dem sie als eine Assistentin von Mary Daly teilnahm. Aus diesem Workshop hatte sie ein Band, das sie uns auf dem Kassettenrekorder vorspielte. Mary Daly referierte – wortgewaltig, leidenschaftlich, nachdrücklich, unbeirrbar, hemmungslos radikal. Auszug: „Mich ekelt, wenn sich Frauen nicht ekeln“.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Schwierigkeit vieler Frauen, die sich mit Mary Daly beschäftigt haben, ist nicht unbedingt, das von ihr geäußerte  intellektuell zu verstehen sondern eher, ihre Denkstrukturen, Wortspiele und Herleitungen zu „begreifen“. Anfang der 90-er habe ich ihr Buch „Gyn/Ökologie“  gelesen bzw. mich durch gequält. Ich könnte nicht wiedergeben, was drin steht, aber die Erinnerung daran löst in mir eine Mischung aus grenzenloser Bewunderung, bleierne Kopfschwere, verhaltenes Stöhnen und gelegentliches „Och, muss das sein…“ aus.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das LFT-Auffrischungs-Workshop hat auch nach 20 Jahren noch genau dieselben Gefühle und Symptome beim mir verursacht. Ich war danach mental völlig erschöpft. Aber es war gut und „erfrischend“ endlich mal wieder über radikale Positionen zu sprechen – heute, in dieser Zeit, in der Frauen/Lesben-Themen doch oft recht „weichgespült“ betrachtet werden. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Links&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.marydaly.de/Seiten/Daly%20Biografie.html"&gt;Mary Daly&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0704338505/wwwfembioorg-21"&gt;Gyn/Ökologie&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.marydaly.de/Seiten/Die%20Autorinnen.html"&gt;Eveline Ratzel&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.marydaly.de/index.html"&gt;The Big Sin&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/05/31/lft-2012-nuernberg-workshopbericht-3-schatzi-13784529/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/05/31/lft-2012-nuernberg-workshopbericht-3-schatzi-13784529/</link><pubDate>Thu, 31 May 2012 18:32:03 +0200</pubDate></item><item><title>LFT 2012 in Nürnberg - Workshopbericht 2 von Schatzi</title><description>	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das Nibelungenlied – eine feministische Streitschrift&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Referentin: Samirah &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das berühmte &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nibelungenlied"&gt;Nibelungenlied&lt;/a&gt;, der &lt;em&gt;Heldenepos&lt;/em&gt; um Siegfried und den Drachen, wurde - das ist bekannt - ziemlich genau um 1200 geschrieben – aber von wem nur?&lt;br&gt;
Für die AutorInnenschaft gibt es auch nach jahrzehntelanger wissenschaftlicher Suche keine Nachweise.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Eine Wissenschaftlerin namens Berta Lösel-Wieland-Engelmann hat 1980 einen Aufsatz mit dem Titel &lt;em&gt;Verdanken wir das Nibelungenlied einer Neuenburger Nonne?&lt;/em&gt; verfasst. Dieser Aufsatz wurde auch in Luise Puschs Buch &lt;a href="http://www.das-zweitbuch.de/frage_aq.jsp;jsessionid=24FAE9A54E78830DFCB7A127E7E42D2D?id=18601438"&gt;Inspektion der Herrenkultur&lt;/a&gt; veröffentlicht.&lt;br&gt;
Eine tollkühne Idee – oder doch nicht ?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Hier ein paar Fakten:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Objektiv gesehen, ist Krimhild die Hauptfigur des Werkes. Sie ist Eigentümerin des Nibelungenschatzes, um den sie später betrogen wird. Krimhild war ihren 3 Brüdern (den Königen) völlig gleichgestellt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Brunhild wird als Amazone dargestellt, deren Schild von 12 Männern getragen werden muss, das sie aber mit einer Hand halten kann. Auch ging sie zunächst mit ihrem Gatten Gunter so rabiat um, wie es viele Frauen zu dieser Zeit sicher gerne mal getan hätten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Siegfried ist der Schönling, den alle wollen und der durch mehr oder weniger glückliche Umstände den Drachen besiegt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Männliche Tätigkeiten wie Mit-Waffen-hantieren, kämpfen, Kriegshandwerk, Schiffsbau- und führung u.ä. wird nur in wenigen Sätzen und dürftigen Worten beschrieben – obwohl das Nibelungenlied doch ein &lt;em&gt;Heldenepos&lt;/em&gt; sein soll und vor solchen Schilderungen nur so strotzen müsste.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Weibliche Tätigkeiten fanden in diesen gesellschaftlichen Kreisen und zu dieser Zeit fast ausschließlich in Kemenaten (den Frauengemächern) statt. Nur der Burgherr und einige wenige andere Männer der Familie hatten überhaupt Zutritt zu den Kemenaten.&lt;br&gt;
Im Text des Nibelungenliedes werden jedoch weibliche Tätigkeiten (Kleider anfertigen, Ankleiden etc.) sehr ausführlich, wort- und detailreich geschildert – so, wie es nur ein Mensch beschreiben könnte, der schon einmal längere Zeit in einer Kemenate war (z.B. eine Frau).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das Nibelungenlied wurde durch fahrende Sänger und Dichter im Land verbreitet. Diese mochten das Lied nicht gerne vortragen. Es war ihnen wohl unsympathisch. Aber das Publikum war davon begeistert und wollte es immer wieder hören. Und wer war wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit das Publikum?&lt;br&gt;
FRAUEN, denn die Männer waren ja meist auf Kriegszug und gar nicht anwesend. Sänger und Dichter dienten überwiegend der Unterhaltung von Frauen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es gibt einen 3. Teil des Nibelungenliedes: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nibelungenklage"&gt;Die Klage&lt;/a&gt;. Dieser 3. Teil wurde nie ins Hochdeutsche übersetzt, da er vermeintlich &lt;em&gt;literarisch minderwertig&lt;/em&gt; sein soll. In diesem 3. Teil wollte die Urheberin / der Urheber des Textes einer missbräuchlichen Interpretation der beiden ersten Teile vorbeugen und hat entsprechende Erläuterungen geschrieben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es gibt vom Nibelungenlied (Teil 1 + 2) drei Versionen:&lt;br&gt;
C   ist die älteste Abschrift und die &lt;em&gt;feministischste&lt;/em&gt;&lt;br&gt;
A + B sind jüngere Abschriften, in denen die heute &lt;em&gt;feministisch&lt;/em&gt; zu nennenden Textstellen &lt;em&gt;modifiziert&lt;/em&gt; oder gestrichen wurden.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Alles in Allem kann frau bei feministischer Lesart zu dem Schluss kommen, dass das Nibelungenlied vom Kampf um Frauenrechte erzählt. Wer hätte das gedacht?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/05/30/lft-2012-nuernberg-workshopbericht-2-schatzi-13779542/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/05/30/lft-2012-nuernberg-workshopbericht-2-schatzi-13779542/</link><pubDate>Wed, 30 May 2012 23:52:26 +0200</pubDate></item><item><title>LFT 2012 in Nürnberg - Workshopbericht 1 von Schatzi</title><description>	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Tod gehört zum Leben – doch wenn er da ist, was dann?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Referentin: Katharina M. aus Bremen&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Referentin Katharina hat vor 6 Jahren ihre Liebste durch einen Verkehrsunfall verloren. Sie fuhr auf dem Fahrrad und wurde mehrmals von einem LKW überfahren.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Katharina schilderte alle wesentlichen Trauerphasen von dem Moment, als sie vom Tod der Liebsten erfuhr bis heute. Gefühle von Nicht-Wahrhaben-Wollen über Wut, Apathie und Schuld bis hin zu einem leisen Gefühl von &lt;em&gt;Ich will wieder leben und glücklich sein&lt;/em&gt;. Sie erzählte, was sie brauchte, was ihr gut tat, wie sich die Menschen in ihrem Umfeld verhielten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Seit mehreren Jahren engagiert sich die Referentin in der lesbischen Trauergruppe &lt;em&gt;Trulla&lt;/em&gt; in Bremen und hält Vorträge zu diesem Thema in vielen Städten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Teilnehmerinnen der Veranstaltung waren sehr unterschiedlich motiviert:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Eine Wirtschaftskriminalistin, die ehrenamtlich im administrativen Bereich eines Pflegedienstes arbeitet und sich endlich mit dem Thema auseinandersetzen möchte mit dem ihre pflegenden Kolleginnen täglich konfrontiert sind.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Eine Frau, die mit 13 Jahren ihren Vater und mit 35 ihre Mutter verloren hat und von der Einsamkeit als Jugendliche berichtete - wenn ein Elternteil weg und der andere Elternteil monatelang nicht ansprechbar ist, wenn kein anderes Kind im Umfeld diese Erfahrung gemacht hat und alle trösten wollen, aber niemand wirklich zuhört.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Eine Frau, die selbst in der Pflege tätig ist und zunächst ihre Liebste in einem langen Kampf an Krebs und zwei Jahre später ihre schwerbehinderte Tochter verloren hat.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Eine junge Frau, die bereits mehrere Suizidversuche hinter sich hat.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Eine Hebamme, die z.Zt. ihre Doktorarbeit über Frauen schreibt, die wissen, dass ihr Kind noch vor der Geburt oder sehr bald danach sterben wird.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Eine junge Frau, deren Schwester sich nach schweren Depressionen selbst getötet hat.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Alle bestätigten, dass frau in einer solch schweren Trauersituation immer nur von einem Moment zum anderen gehen kann. Und welche Menschen begleiten, ist oft eine Überraschung.&lt;br&gt;
Menschen, von denen frau erwarten würde, dass sie eine Stütze sind, schaffen es nicht, eine zu sein.&lt;br&gt;
Und Menschen, denen es frau gar nicht zugetraut hätte, werden ein wichtiger Beistand.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Frage der einen jungen Frau &lt;em&gt;Wo finde ich die &lt;u&gt;richtigen&lt;/u&gt; Menschen, die mir beistehen?&lt;/em&gt; ist somit nicht wirklich zu beantworten. Die Referentin meinte, diese Menschen werden auftauchen und einfach da sein.&lt;br&gt;
Sie werden Essen kochen, Fenster putzen, Einkaufen gehen. Es seien oft ganz banale Alltagskleinigkeiten, die mehr helfen, als große Worte.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Alles in Allem eine sehr beeindruckende Veranstaltung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/05/30/lft-2012-nuernberg-workshopbericht-1-schatzi-13779481/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/05/30/lft-2012-nuernberg-workshopbericht-1-schatzi-13779481/</link><pubDate>Wed, 30 May 2012 23:29:41 +0200</pubDate></item><item><title>LFT 2012 in Nürnberg, 25.-28. Mai, Montag</title><description>	&lt;p&gt;Und schon sind wir wieder beim letzten Tag des LFTs angelangt.&lt;br&gt;
Montag bedeutet Abschlußplenum und Abschlußplenum bedeutet Beschlüsse und Beschlüsse bedeuten heiße und heftige Diskussionen...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Normalerweise.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Aber was ist schon normal???&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dieses LFT jedenfalls nicht.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Moderiert wurde das Abschlußplenum, wie bereits seit sieben Jahren, von Kathrin. Und sie machte es auch in diesem Jahr wieder richtig gut. Sie strukturiert das Plenum, sie treibt an, wenn Diskussionen ausarten, sie bringt Dinge auf den Punkt, sie ruft die Frauen dazu auf, ihre Meinung zu  äußern, etc. pp.&lt;br&gt;
Nur, irgendwie war dieses Jahr alles etwas anders.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Natürlich gab es auch diesmal Lob und Kritik für die Orga-Frauen. Letzeres hielt sich allerdings in Grenzen. Es gab zum Beispiel wie jedes Jahr Beschwerden über's Essen - zu unöko, zu teuer, zu frag mich nicht, was sonst noch. Es gab Lob für's Essen: &lt;em&gt;Bratwürste auf dem LFT - Ihr seid super!&lt;/em&gt; Es gab Lob der Essensverkäuferinnen an die Besucherinnen: &lt;em&gt;Ihr wart tolle Esserinnen!&lt;br&gt;
&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ja, doch, einige fanden auch die Begrenzung der Teilnehmerinnenzahl nicht in Ordnung. Eine Begrenzung widerspreche dem Geist des LFTs, offen für alle zu sein (wobei ich mir die Frage stelle, ob es eine sooo schwere Bürde ist, sich rechtzeitig für den Besuch des LFTs zu entscheiden. Dass eine reine Anmeldung über's Internet eine Diskriminierung aller Lesben, die sich dafür entscheiden, ohne Internetanschluß zu leben, ist, dem stimme ich natürlich zu. Es sollte schon möglich sein, sich auch telefonisch oder per Post anzumelden).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Doch selbst dieses Thema führte nicht zu einer heftigen Diskussion und es wurde auch kein Antrag gestellt, eine Teilnehmerinnenbegrenzung seitens der Orga-Frauen zu verbieten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Einig waren sich die Anwesenden darüber, dass den Lesbengruppen in Ungarn und Russland Solidaritätserklärungen geschickt werden sollen. Darüber wurde gar nicht erst abgestimmt, das ging so durch (wäre ja wohl auch noch schöner!)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Anschließend wurden noch mal die Nürnbergerinnen euphorisch beklatscht und bejubelt und die Münchnerinnen enthusiatisch begrüßt. Das Motto des nächsten LFT lautet: LFT 2.0 13 Zeitlos lesbisch - wie lebst Du?&lt;br&gt;
Die Münchnerinnen haben auch eine Seite bei Facebook: &lt;a href="http://www.facebook.com/pages/LesbenFr%C3%BChlingsTreffen-LFT-M%C3%BCnchen-2013/300776063314030"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ach ja, dann gab es ja noch ein weiteres Thema:&lt;br&gt;
LFT 2014.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Als Kathrin die Frage in den Raum warf:&lt;br&gt;
&lt;em&gt;Wo fahren wir nächstes Jahr hin?&lt;/em&gt;&lt;br&gt;
Schrien alle:&lt;br&gt;
&lt;em&gt;München!&lt;/em&gt;&lt;br&gt;
&lt;em&gt;Und wo fahren wir übernächstes Jahr hin?&lt;/em&gt;&lt;br&gt;
schrie doch tatsächlich eine:&lt;br&gt;
&lt;em&gt;Berlin!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Leider stellte sich das Letztere als Scherz heraus.&lt;br&gt;
Und auch die Bedenkzeit, die Kathrin und Gwendolin mit einem herzzereissenden Vortrag des Stückes &lt;em&gt;Romina und Julia&lt;/em&gt; überbrückten, führte leider nicht dazu, dass sich Lesben für 2014 meldeten.&lt;br&gt;
Weder Berlin, noch Saarbrücken, noch das Ruhrgebiet oder gar Mainz oder Kassel gaben einen Pieps von sich.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;So müssen wir also weiter im Dunkeln harren der Dinge, die da kommen oder wie es in der neuen LFT-Hymne heißt:&lt;/p&gt;
	&lt;p class="center"&gt;&lt;em&gt;Und immer wieder gibt es einen LFT&lt;br&gt;
ah ha ha ha,&lt;br&gt;
und wieder strahlt die Stadt im Lesbenlicht&lt;br&gt;
ah ha ha ha,&lt;br&gt;
und immer wieder gibt es einen LFT&lt;br&gt;
ah ha ha ha,&lt;br&gt;
denn Heterosexismus bringt es nicht!&lt;/em&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.frauenlesbenzentrum.at/html/galeriehtmls/paulahilde.html"&gt;(Paula und Hilde)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Und damit belasse ich es denn auch für dieses Mal.&lt;br&gt;
In den nächsten Tagen kommen dann noch ausführlichere Beiträge zu einzelnen Workshops von Schatzi und mir.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/05/28/lft-2012-nuernberg-25-28-mai-montag-13764813/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/05/28/lft-2012-nuernberg-25-28-mai-montag-13764813/</link><pubDate>Mon, 28 May 2012 23:05:02 +0200</pubDate></item><item><title>LFT 2012 in Nürnberg 25. - 28. Mai, Sonntag</title><description>	&lt;p&gt;Kommen wir nun zum Sonntag.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Los ging es heute morgen um 10 Uhr mit dem Mittelplenum.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Kleine Zwischenbemerkung: ich humpel jetzt schon viel besser! Kein Wunder, ich habe ja auch gestern den ganzen Tag geübt! &lt;img src="/img/smilies/icon_biggrin.gif" alt=":D" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Im Mittelplenum kann erstes Lob und erste Kritik am aktuellen LFT angebracht werden.&lt;br&gt;
Schatzi und ich waren sehr überrascht, dass es gar keine Kritik gab.&lt;br&gt;
Nicht, das wir Kritik für nötig gehalten hätten, aber ich habe bisher noch nie ein LFT ohne Kritik erlebt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Selbst die Begrenzung der Teilnehmerinnenzahl wurde durchaus positiv gesehen.&lt;br&gt;
Alle, inklusive der Orga-Frauen wirkten viel entspannter als sonst.&lt;br&gt;
Die Orga-Frauen wurden denn auch sehr gelobt für das schöne Treffen.&lt;br&gt;
Eine Frau merkte nur an, dass trotz der Teilnehmerinnenbegrenzung und der damit verbundenen reduzierten Bewerbung des LFTs die Aussenwirkung nicht leiden darf. Dass zum Beispiel unbedingt Presseerklärungen herausgebracht werden sollten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Unsere gestern diskutierten Vorschläge der Entlohnung und den Umgang mit der Männerproblematik in Bezug auf Technik etc. wurden eingebracht und lösten erstaunlicherweise keine Riesendiskussion aus.&lt;br&gt;
Grundstimmung war, zuerst sollte versucht werden, alle Aufgaben in Lesben/Frauenhände zu geben, aber nicht um jeden Preis.&lt;br&gt;
Beschlossen wurde das nicht, Beschlüsse faßt nur das Abschlußplenum.&lt;br&gt;
Wenn ich da schon bei bin: eine der LF-Frauen erwähnte, dass eine Lesbe darum gebeten hatte, dass bei teilnehmerinnenbegrenzten LFTs keine Beschlüsse gefaßt werden. Das löste nicht nur bei den Nürnberger Orga-Frauen einen kleinen Sturm der Entrüstung aus.&lt;br&gt;
Es kann schließlich nicht sein, dass nur, weil mal nicht ganz so viele Lesben auf dem LFT sein können oder sein wollen (letztes Jahr in Rostock waren es ja trotz Nicht-Beschränkung auch nur 450 Frauen), plötzlich keine Beschlüsse mehr gefasst werden dürfen und es damit LFTs erster und zweiter Klasse gibt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ein weiterer Diskussionspunkt war die gestrichene Förderung der Barrierefreiheit durch das Bundesfamilienministerium.&lt;br&gt;
Einige Lesben setzten sich hinterher zusammen und haben einen gemeinsamen Protestbrief verfasst, der vom Abschlußplenum abgesegnet und ans Ministerium und an die Antidiskriminierungsstelle in Berlin geschickt werden soll. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Anschließend war ich im Erzählcafé &lt;em&gt;Und wir nehmen uns das Recht!&lt;/em&gt; zur Gründung der Lesbenbewegung in Berlin.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Monne und Maria erzählten ausführlich von ihren Erlebnissen und Aktionen in der Homosexuellen Aktion West-Berlin und im Lesbenaktionszentrum von 1972 bis 1976.&lt;br&gt;
Es waren auch relativ viele Junglesben da, die viel nachfragten und sehr wißbegierig waren. Ich selbst wußte zwar schon einiges über die Anfänge in Berlin, doch es von zwei Lesben zu erfahren, die dabei waren, ist ja doch was anderes.&lt;br&gt;
Besonders diskutiert wurden die Selbstbezeichnungen der Frauen damals.&lt;br&gt;
Sie sahen sich in der Regel nicht als Lesben sondern als schwule Frauen.&lt;br&gt;
Dazu muss Lesbe wissen, dass Anfang der 70er Jahre Lesben als psychisch gestört galten und in die Klappse gehörten, während Schwule "nur" kriminell waren.&lt;br&gt;
Da ist doch zu verstehen, warum der Begriff Lesbe/lesbisch abgelehnt wurde.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Monne berichtete dann noch, dass sie in Vorbereitung auf die Veranstaltung Schwierigkeiten hatte, die Fotos und Dokumente zeitlich richtig einzuordnen. Denn sie haben damals eher daran gedacht, Aktionen, Proteste und Weltverbesserung zu betreiben, als zu dokumentieren, was sie machten.&lt;br&gt;
Besonders tragisch ist in diesem Zusammenhang der Tod einer Mitstreiterin vor ein paar Jahren, die sehr viel Material zusammengetragen hatte und dabei war, die Geschichte der Lesben aufzuschreiben. Sie hatte leider nicht testamentarisch verfügt, was mit diesem Teil ihres Nachlasse passieren soll und ihre nicht geoutete Freundin hat dann nach ihrem Tod alles vernichtet! (Es durfte ja niemand etwas von deren Lesbisch-sein wissen).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;Schatzi hat übrigens versprochen, dass sie über die von ihr besuchten Veranstaltungen einen Beitrag schreiben wird, wenn wir wieder zuhause sind. Ihr liegt diese Minitastatur meines Delta-Flyers (mein Netbook) nicht so. Ich werde sie beim Wort nehmen!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Abschließend war ich im Workshop "Lesbenrechte sind Menschenrechte", der von einer Mitarbeiterin des Nürnberger Menschenrechtsbüros (übrigens dem einzigen in Deutschland) gegeben wurde.&lt;br&gt;
Wir waren nicht sehr viele Teilnehmerinnen, aber wir haben uns sehr gut über die Menschenrechte an sich und was sie überhaupt bedeuten unterhalten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- Die Menschenrechte sind der Freiheitsanspruch einer einzelnen Person gegenüber dem Staat und gelten von der Geburt bis zum Tod. Nicht davor und nicht danach.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- Nur der Staat kann sie verletzen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- Das Recht auf Leben, das Verbot der Folter und das Verbot der Sklaverei sind die einzigen drei der dreißig Artikel, die nicht ausgesetzt werden können.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- Sie sind einklagbar bis hoch zur UNO&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- Alle und insbesondere die Staaten sind dazu verpflichtet, die Menschenrechte zu schützen und entsprechende ergänzende und vertiefende Gesetze zu erlassen und zu überprüfen.&lt;br&gt;
Daraus ergibt sich auch&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- die Fürsorgepflicht des Staates.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Menschenrechte stehen über den Kulturen, Religionen und Sitten eines Landes und können nicht dadurch mal eben abgewandelt oder ausser Kraft gesetzt werden.&lt;br&gt;
Menschenrechte sind demzufolge auch Lesbenrechte, wie halt Lesbenrechte auch Menschenrechte sind und die Staaten dazu verpflichten, auch Lesben Schutz und Anerkennung zu gewähren.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ein weites Feld, ein intensives Thema, das der näheren Betrachtung lohnt.&lt;br&gt;
Zum Abschluss gab es ein kleines Heftchen mit den Artikeln der Menschenrechtserklärung, das ich noch gründlich studieren werde.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nu reicht es aber für heute.&lt;br&gt;
Wie gesagt, das Abendprogramm haben wir ausgelassen.&lt;br&gt;
Schatzi und ich waren noch in einem mexikanischen Restaurant in der Stadt, in dem sie mal wieder nicht wußten, dass in die saure Sahne zum Essen keine 28 Knoblauchzehn gehören sondern gar keine!&lt;br&gt;
Da mußten wir dann noch mal schnell ein Eis im Eiscafé Sirena essen.&lt;br&gt;
Das schmeckte, wie es sich gehört, völlig knoblauchfrei.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Morgen gibt es dann noch den Bericht vom Abschlußplenum und in den nächsten Tagen weitere Beiträge von Schatzi und mir.&lt;br&gt;
Bis dann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/05/27/lft-2012-nuernberg-25-28-mai-sonntag-13757126/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/05/27/lft-2012-nuernberg-25-28-mai-sonntag-13757126/</link><pubDate>Sun, 27 May 2012 22:56:48 +0200</pubDate></item><item><title>LFT 2012 in Nürnberg 25. - 28. Mai, Samstag Teil 2</title><description>	&lt;p&gt;Ich muss ja noch vom samstäglichen Abendprogramm berichten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das stand unter dem Motto 30 Jahre &lt;a href="http://www.lesbenring.de/"&gt;&lt;em&gt;Lesbenring&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br&gt;
Nach der Begrüßung durch die Vorstandsfrau Elke Heineke und eine neue Mitfrau namens Heike (die beiden führten auch durchs Programm), gab es ein Grußwort des &lt;a href="http://www.frauenrat.de/"&gt;Deutschen Frauenrates&lt;/a&gt; zum Jubiläum durch Vorstandsfrau Mechthild von Luxburg.&lt;br&gt;
Der Lesbenring ist seit 1992 im Deutschen Frauenrat.&lt;br&gt;
Ich habe mir einen Satz von ihr notiert:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Artikel 1 des Grundgesetzes lautet: die Würde des Menschen ist unantastbar und nicht: die Würde des Mannes ist unantastbar oder die Würde der Heterosexuellen ist unantastbar.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Das hat mir richtig gut gefallen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Weiter ging's mit Paula und Hilde aus Innsbruck, die Schlager mit lesbischen Texten gesungen haben, z.B. &lt;em&gt;Lesben lügen nicht&lt;/em&gt; (Tränen lügen nicht), &lt;em&gt;Wann kommst Du?&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Die süßesten Lesben&lt;/em&gt; (Die süßesten Früchte) und natürlich das allseits bekannte und beliebte &lt;em&gt;Immer wieder gibt es einen LFT&lt;/em&gt; (Immer wieder geht die Sonne auf)&lt;br&gt;
Einfach wunderbar dieses Duo.&lt;br&gt;
Sehr spannend ist es übrigens immer, die Gebärdendolmetscherin bei solchen Liedern/Auftritten zu beobachten. Wunderbar, wie die mitgehen und ausdrucksstark den Inhalt rüberbringen. Eine wahre Bereicherung!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Danach gab es weitere Glückwünsche und dann trat die Komödiatin/Zauberin Agnes Altensee auf. Zu der schreibe ich jetzt mal nix.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Weitere persönliche Glückwünsche folgten:&lt;br&gt;
LAG NRW&lt;br&gt;
LF e.V.&lt;br&gt;
Safia&lt;br&gt;
das Orga-Team Nürnberg&lt;br&gt;
Dachverband Lesben und Alter&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt des kroatischen Lesbenchores &lt;a href="http://www.lezbor.com/eng.html"&gt;Le Zbor&lt;/a&gt;.&lt;br&gt;
Le Zbor ist der erste lesbisch/feministisch gemischte Chor Kroatiens.&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Le Zbor´s repertoire consists of covers of Croatian and international pop rock hits (by Dolly Parton, Rammstein, Kraftwerk, Depeche Mode, Velvet Underground, etc), revolutionary songs, and traditional songs in new arrangements. &lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;von der Homepage.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ja, ihr habt richtig gelesen. Ein A Capella-Chor, der Lieder von Kraftwerk, einer der elektroniklastigsten Gruppen überhaupt, singt.&lt;br&gt;
Und sie singen ganz einfach großartig. Die neun Frauen, die auf der Bühne standen klangen wie ein mindestens 30köpfiger Chor. Wir waren schwer beeindruckt und haben natürlich hinterher sofort sämtliche Fanartikel (eine CD, eine Stofftasche, Postkarten) gekauft.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das war das Ende der Jubiläumsfeier und wir sind zurück zum Hotel gefahren. Die Disco haben wir uns geschenkt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Im nächsten Beitrag geht es dann um den Sonntag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/05/27/lft-2012-nuernberg-25-28-mai-samstag-teil-13756948/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/05/27/lft-2012-nuernberg-25-28-mai-samstag-teil-13756948/</link><pubDate>Sun, 27 May 2012 21:56:19 +0200</pubDate></item><item><title>LFT 2012 in Nürnberg 25. - 28. Mai, Samstag</title><description>	&lt;p&gt;Puh! Volles Programm heute!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nach dem Frühstück ging es endlich zum LFT.&lt;br&gt;
Da ich ja im Augenblick nicht die Schnellste bin, kamen wir gegen viertel nach zehn an. Da hatte das Eröffnungsplenum bereits angefangen.&lt;br&gt;
War jetzt aber nicht so schlimm, denn dort werden in der Regel nur organisatorische Dinge erläutert.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Spannend wurde es dann mittags bei der Podiumsdiskussion zum LFT-Motto "Lesbenrechte sind Menschenrechte sind Lesbenrechte".&lt;br&gt;
Ein sehr passendes Motto für die Stadt der Menschenrechte Nürnberg.&lt;br&gt;
Auf dem Podium saßen Lesben, die aus ihren jeweiligen Heimat- oder Wahlheimatländern über die Situation der Lesben berichtet haben: Russland, Polen, Ungarn und Kroatien.&lt;br&gt;
Ich will hier jetzt gar nicht so ausführlich drüber schreiben. Das würde diesen Beitrag extrem lang machen. Nur so viel:&lt;br&gt;
die Russin sprach davon, dass sie nach dem Spruch von Gandhi an die Situation herangehen: erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.&lt;br&gt;
Sie seien jetzt in der Phase, dass sie bekämpft werden, da ist dann hoffenlich der Sieg nicht mehr weit.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auf die Frage, wie wir die Lesben in den jeweiligen Ländern außer durch Unterschriften auf Petitionen unterstützen können, erhielten wir die Antwort: kommt mit den Lesben in den Ländern ins Gespräch, ladet sie nach Deutschland zum LFT, zu CSDs ein, damit sie unsere Kraft tanken können, mischt euch ein, macht Mißstände öffentlich, sorgt für Druck durch PolitikerInnen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Mal schauen, vielleicht schreibe ich in den nächsten Tagen mal einen ausführlicheren Beitrag.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schatzi war bei "Der Tod gehört zum Leben - doch wenn er da ist...", referiert von einer Frau, deren Liebste bei einem Verkehrsunfall starb.&lt;br&gt;
Es waren sehr unterschiedliche Frauen mit sehr unterschiedlichen Einstellungen zum Tod und unterschiedlichen Ansprüchen an den Workshop da.&lt;br&gt;
Drei hatten mehr Angst vor dem Tod weiterer Angehöriger als vor ihrem eigenen. Eine erhoffte sich Hilfe, wie sie Menschen findet, die ihr gut tun.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Danach haben wir erst mal &lt;em&gt;3 im Weggla&lt;/em&gt; gegessen. Das sind 3 Nürnberger Würstchen im Brötchen. Lecker.&lt;br&gt;
Es gab natürlich auch vegetarisch. Aber die Würstchen waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schatzi ist dann zur Kundgebung an der Straße der Menschenrechte gefahren, während ich mich mit meinem Hinkefuß zu P. an den Stand der Sappho-Stiftung gesetzt habe.&lt;br&gt;
Schatzi erzählte, dass die Kundgebung sehr beeindruckend war. Mit guten Reden und Liedbeiträgen des kroatischen Lesbenchors Lezbor.&lt;br&gt;
Und Luftballons wurden losgeschickt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Am späten Nachmittag war ich dann in der Veranstaltung "Wann rechnet sich ein LFT?" veranstaltet von zwei Ex-Orgafrauen aus Rostock (2001 und 2011).&lt;br&gt;
Sie haben ausführlich die Zahlen vom letztjährigen LFT vorgestellt.&lt;br&gt;
Dann haben wir uns darüber unterhalten, wie zukünftige LFTs finanziert werden könnten, wenn z.B. die Fördergelder vom Staat wegfallen, die zurzeit einen großen Anteil an der Finanzierung eines LFTs ausmachen.&lt;br&gt;
Ist es noch in Ordnung, von Orgafrauen zu erwarten, dass sie alles ehrenamtlich stemmen, dass Helferinnen nur mit freiem Eintritt entgolten werden?&lt;br&gt;
Sollten Frauen sich nur noch per Voranmeldung anmelden können, damit mehr Planungssicherheit entsteht, und nicht mehr spontan entscheiden können, ob sie zum LFT kommen?&lt;br&gt;
Waren nicht LFTs immer schon teilnehmerinnenbegrenzt (z.B. bei den Diskos, wenn keine mehr aus Brandschutzgründen in den Saal gelassen werden konnte), nur dass dies nicht im Vorfeld kommuniziert wurde?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wir haben natürlich nicht die Lösung all dieser Fragen gefunden. Aber wir waren uns einig, dass diese und andere Fragen diskutiert werden sollten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Leider muss ich für heute Schluß machen. Mein Fuß muckt gerade auf und Schatzi schimpft schon.&lt;br&gt;
Morgen abend schenken wir uns das Abendprogramm. Da schreibe ich dann mehr.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/05/27/lft-2012-nuernberg-25-28-mai-samstag-13753520/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/05/27/lft-2012-nuernberg-25-28-mai-samstag-13753520/</link><pubDate>Sun, 27 May 2012 00:44:36 +0200</pubDate></item><item><title>LFT 2012 in Nürnberg 25. - 28. Mai, Freitag</title><description>	&lt;p&gt;Ah, LFT!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das ist ja alles so aufregend! &lt;img src="/img/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nachdem ich heute vormittag bei den letzten Einkäufen in Frankfurt noch mal eben schnell mit dem Fuß umgeknickt bin, ging es am Nachmittag (für mich) humpelnd zum Bahnhof.&lt;br&gt;
Schatzi musste morgens noch arbeiten, deshalb haben wir uns am Bahnhof getroffen, wo auch P. und K., die mit zum LFT wollten, sich zu uns gesellten.&lt;br&gt;
Und, was soll ich Euch sagen, der Zug hatte 35 Minuten Verspätung. Was mein Fuß gar nicht so lustig fand. Also der Rest von uns natürlich auch nicht.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dann endlich ging die Fahrt im sehr vollem ICE bei schönstem Wetter los. Zum Glück ist es nicht mehr so schwül, wie zu Beginn der Woche, als Schatzi und ich uns noch auf der Goldenen Hochzeit meiner Eltern einen abgeschwitzt haben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In Nürnberg angekommen, haben wir uns ein Taxi zum &lt;a href="http://www.hotelbb.de/portal/de/hotels/"&gt;B&amp;B-Hotel&lt;/a&gt; gegönnt; und obwohl es nur ca. 5 Minuten Fahrt waren, hat der Taxifahrer uns anstandlos gefahren. Das hab ich auch schon anders erlebt!&lt;br&gt;
Die Zimmer sind nicht sehr groß, aber hübsch eingerichtet.&lt;br&gt;
Ich musste mich erst mal eine halbe Stunde ausruhen und meinen Fuß wieder eine Runde kühlen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ursprünglich wollten wir heute abend bereits zum Südpunkt, zum LFT-Gelände, fahren, haben uns dann aber, auch wegen mir, dagegen entschieden.&lt;br&gt;
Stattdessen sind wir in die Innenstadt gelaufen, um was zu essen.&lt;br&gt;
P. wollte gern italienisches Essen, deshalb hat Schatzi einfach zwei Polizisten, die vorm Germanischen Museum standen, angesprochen.&lt;br&gt;
Die haben uns dann auch einen Tipp gegeben.&lt;br&gt;
(Im Germanischen Museum muss irgendeine wichtige Veranstaltung gewesen sein, da standen jede Menge dicke Autos mit Münchner und Berliner Kennzeichen vor der Tür.)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schließlich sind wir beim Italiener &lt;a href="http://www.cucina-online.de/"&gt;Cucina Italiana&lt;/a&gt; gelandet. Das war zwar nicht das Restaurant, das uns der Polizist empfohlen hatte, aber das Essen - wir hatten alle 4 Pizza - war sehr lecker.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;K. wollte danach unbedingt noch zur Disko im Südpunkt. Wir anderen 3 hatten dazu jetzt nicht die rechte Lust, deshalb zog sie alleine los.&lt;br&gt;
Ich bin mal gespannt, was sie morgen berichtet!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schatzi, P. und ich sind dann noch ein wenig durch die Stadt geschlendert bzw. gehumpelt und waren zum Abschluß in einer Eisdiele, wie sich das für uns gehört. &lt;img src="/img/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;So, jetzt müssen wir aber schnell ins Bett. Es ist schon spät und morgen geht es ja dann endlich richtig los und da wollen wir ja wach sein, gell?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/05/26/lft-2012-nuernberg-25-28-mai-freitag-13743996/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/05/26/lft-2012-nuernberg-25-28-mai-freitag-13743996/</link><pubDate>Sat, 26 May 2012 00:45:50 +0200</pubDate></item><item><title>Vorankündigung LFT 2012 in Nürnberg</title><description>	&lt;p&gt;Nachdem wir im letzten Jahr ausgesetzt haben, ist es endlich wieder so weit:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Morgen fahren Schatzi und ich zum Lesbenfrühlingstreffen nach Nürnberg.&lt;br&gt;
Der wird in diesem Jahr wohl ein wenig anders ausfallen, allein schon wegen der Begrenzung der Teilnehmerinnenzahl.&lt;br&gt;
Wir sind schon sehr gespannt, wie es sein wird!&lt;br&gt;
Auf dem LFT feiert der Lesbenring übrigens seinen 30ten Geburtstag mit einer Veranstaltung am Samstagabend.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ab morgen abend dann mehr hier.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Links:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://lft2012.de/"&gt;LFT Nürnberg&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.lesbenring.de/"&gt;Lesbenring&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/05/24/vorankuendigung-lft-2012-nuernberg-13736038/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/05/24/vorankuendigung-lft-2012-nuernberg-13736038/</link><pubDate>Thu, 24 May 2012 22:40:19 +0200</pubDate></item><item><title>Buchvorstellung: Fußballtöchter - Elke Weigel</title><description>	&lt;p&gt;Genauso wie &lt;em&gt;Der Duft von Seide&lt;/em&gt; habe ich dieses Buch &lt;a href="http://schatzis-on-tour.blog.de/2012/03/17/leipziger-buchmesse-freitag-16-maerz-13202000/"&gt;hier&lt;/a&gt; schon mal kurz erwähnt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Klappentext:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Susi will nur eins im Leben: Fußball spielen. Doch 1970 herrscht ein offizielles Verbot für „Damenfußball“ auf Vereinsplätzen. Auch im privaten Umfeld bekommt sie Steine in den Weg gelegt. Frauen und Fußball – das ist in den Augen ihres Vaters ein Unding.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zum Glück hat sie fußballbegeisterte Freundinnen, die bereit sind, zusammenzuhalten und alles zu tun, um kicken zu können. Doch in dem schwäbischen Dorf ist die aufkeimende Frauenbewegung noch lange nicht angekommen, und zusammen mit Gerda, Hannelore und den anderen Mitspielerinnen muss Susi lernen, sich auch außerhalb des Fußballplatzes durchzusetzen. Und sie verliert ihr Herz nicht nur an Fußball …&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Quelle:&lt;a href="http://www.querverlag.de/books/Fussballtoechter.html"&gt; Querverlag&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Oh! Fußball! Damenfußball!&lt;br&gt;
Ja, ich habe als Jugendliche auch Fußball gespielt. In einem Dorf, aber in Norddeutschland und es war ein paar Jahre später. Da war Damenfußball, wie das früher wirklich hieß, bereits erlaubt. Aber genützt hat das nicht viel.&lt;br&gt;
Es kamen bei den Spielen dennoch die üblichen dummen Sprüche und natürlich auch die Forderung nach dem Trikottausch.&lt;br&gt;
Das hat wirklich sehr genervt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Bei uns im Dorf haben wir es leider nicht geschafft, ein Team für den Ligabetrieb, den es Mitte der Achtziger Jahre tatsächlich auch in unserem Landkreis bereits gab, zusammenzustellen. Dafür haben wir aber vier Jahre hintereinander beim Ortsturnier, bei dem der Ort in vier Viertel aufgeteilt wurde und jedes Viertel gegen jedes gespielt hat, immer ausreichend Spielerinnen fürs Kleinfeld gehabt. Nachdem aber das Viertel, für das ich gespielt habe, viermal hintereinander das Turnier gewonnen hatte, hatten die anderen Frauen plötzlich keine Lust mehr. Komisch. &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt;&lt;br&gt;
Wenn ich wirklich hätte spielen wollen, hätte ich ins Nachbardorf fahren müssen. Das dortige Team war auch relativ erfolgreich in der Liga. Aber da meine Eltern überhaupt nichts davon hielten, dass Mädchen Fußball spielen und erst recht nicht im Tor stehen (meine Lieblingsposition), habe ich es dann gelassen. So dringend wollte ich auch wieder nicht spielen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das ist bestimmt mit ein Grund, warum mir das Buch von Elke Weigel so gut gefallen hat. Ich konnte mich richtig gut in die Akteurinnen des Buches hineinversetzen.&lt;br&gt;
Es geht in dieser Geschichte nur am Rande um das lesbische Coming Out der Hauptfigur Susi. Im Mittelpunkt steht der Kampf der Frauen, endlich Fußball spielen zu dürfen und zwar nicht nur auf einer Wiese sondern auf einem richtigen Fußballplatz.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wenn lesbe sich also für die Anfänge des Frauenfußballs in den 70er Jahren und das Leben auf dem Dorf zu der Zeit interessiert, kann ich dieses Buch nur dringend empfehlen. Aber alle Anderen sollten es natürlich auch lesen. &lt;img src="/img/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/05/01/buchvorstellung-fussballtoechter-elke-weigel-13607175/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/05/01/buchvorstellung-fussballtoechter-elke-weigel-13607175/</link><pubDate>Tue, 01 May 2012 17:36:32 +0200</pubDate></item><item><title>Buchvorstellung: Der Duft von Seide - Stefanie Zesewitz</title><description>	&lt;p&gt;Dies ist eines der Bücher, die ich &lt;a href="http://schatzis-on-tour.blog.de/2012/03/17/leipziger-buchmesse-freitag-16-maerz-13202000/"&gt;hier&lt;/a&gt; bereits kurz erwähnt habe.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Klappentext:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Als Camiel le Blanc 1848 erstmals nach London kommt, gerät sie unweigerlich in das Getriebe gesellschaftlicher Konventionen. In den Kolonien aufgewachsen, weiß die junge Malerin nicht, was in konservativen Kreisen von einer Frau erwartet wird.&lt;br&gt;
Als sie der verheirateten Julia Norton begegnet, wird die Freidenkerin Camiel vor die Wahl gestellt: Entweder sie spielt die Charade von Sitte und Anstand mit oder sie wird Julia unwiderruflich verlieren.&lt;br&gt;
Durch geschicktes Taktieren schafft Camiel es, Julias Mann Roderick davon zu überzeugen, dass sie die Richtige ist, um Julia auf einen Kuraufenthalt nach Bath zu begleiten. Hier findet nun auch ihre leidenschaftliche Beziehung ihre Erfüllung. Eine Entscheidung hängt in der Luft.&lt;br&gt;
Das viktorianische England dient als bilderreiche Kulisse für ein Verhältnis unter Frauen, das seiner Zeit weit voraus ist. Stefanie Zesewitz webt historische Figuren wie die Schwestern Brontë ein, um eine Epoche aufleben zu lassen, die für ihr strenges und prüdes Frauenbild bekannt ist.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Quelle: &lt;a href="http://www.querverlag.de/books/Der-Duft-von-Seide.html"&gt;Querverlag&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wie ich in dem anderen Artikel angedeutet habe, konnte die Tänzerin dieses Buch nicht aus der Hand legen.&lt;br&gt;
Und auch &lt;a href="http://www.l-talk.de/kulturelles/rezension-stefanie-zesewitz-der-duft-von-seide.html"&gt;Konny ist begeistert&lt;/a&gt; von diesem Buch.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nach der Lesung von Stefanie Zesewitz in Leipzig war ich ja auch ganz gespannt, wie es weitergeht mit Camiel und Julia.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Aber ehrlich gesagt, ich war beim Lesen nicht mehr ganz so begeistert.&lt;br&gt;
Das Buch ist gut geschrieben, keine Frage. Aber die Geschichte ist trotz aller Dramatik doch etwas langweilig und vorhersehbar. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das für mich Interssante an dem Buch war - und deswegen habe ich es auch zu Ende gelesen - die Schilderung der extrem strengen Regeln für Frauen im London jener Zeit. Dass eine Frau nicht allein auf die Straße gehen durfte, und sei es nur rüber auf die andere Straßenseite; dass streng darauf geachtet wurde, die Trauerzeit bei einem Todesfall einzuhalten und auch ja die richtige Kleidung zu tragen; etc.&lt;br&gt;
Diese Schilderungen scheinen auf alle Fälle eine Stärke der Autorin zu sein.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das Buch ist für mich leider nur guter Durchschnitt. Nicht sehr fesselnd, auch bei der Romantik hapert es ein wenig. Auf das Einflechten der Brontë-Schwestern und der ersten in den USA examinierten Ärztin (die hier einen anderen Namen hat) hätte die Autorin gut verzichten können. Sie haben wirklich gar nichts Wesentliches zur Geschichte beigetragen. Leider sind auch einige Rechtschreibfehler im Buch, die mich beim Lesen immer wieder aus der Handlung gerissen haben.&lt;br&gt;
Was mich wirklich gestört hat, waren die ausführlichen Heterosex-Szenen. Das ist etwas, was ich in einem Lesbenbuch ja so was von überhaupt gar nicht brauche!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Deshalb: selber lesen! &lt;img src="/img/smilies/icon_biggrin.gif" alt=":D" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/05/01/buchvorstellung-duft-seide-stefanie-zesewitz-13606994/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/05/01/buchvorstellung-duft-seide-stefanie-zesewitz-13606994/</link><pubDate>Tue, 01 May 2012 17:06:38 +0200</pubDate></item><item><title>Buchvorstellung: Aprikose im Kopf - Carolin Schairer</title><description>	&lt;p&gt;Nachdem das vorherige Buch &lt;em&gt;Lass keine Fremden ins Haus&lt;/em&gt; von Carolin Schairer für mich eine Enttäuschung war - die Hauptfigur liess mehr das Leben mit sich geschehen als dass sie selbst aktiv wurde - hatte ich ja leichte Hemmungen, Carolin Schairers neues Buch zu lesen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Aber ich wurde nicht erneut enttäuscht. &lt;em&gt;Aprikose im Kopf&lt;/em&gt; ist eine gute, interessante und auch glaubwürdige Geschichte über drei Frauen, die versuchen, das Richtige zu tun.&lt;br&gt;
Katja, die weitgereiste Journalistin mit Bindungsängsten, ihre Schwester Sophie, die scheinbar alles hat, und die russische Studentin Irina, die als Au-pair-Mädchen in Deutschland versucht, ihre Erfahrungen in Russland hinter sich zu lassen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Carolin Schairer versteht es sehr gut, die Ängste und Wünsche der drei Frauen darzustellen. Es gibt ja einige Romane, die überladen sind, mit Problemen und Dramen, die auf die Hauptfigur herniederprasseln, dass beim Lesen bald der Punkt kommt, an dem es genug ist und die Leserin denkt: &lt;em&gt;Nun reicht es aber mit den Katastropen! Das glaubt doch kein Mensch!&lt;/em&gt;&lt;br&gt;
Bei diesem Roman ist das nicht der Fall.&lt;br&gt;
Die Anpassungsprobleme der erfolgreichen Auslandskorrespondentin Katja, die jetzt "nur noch" für's Stadtfernsehen arbeitet und der Liebe nach einer enttäuschenden Beziehung lieber aus dem Weg geht. Das scheinbar so tolle und harmonische Familienleben ihrer Schwester, die aber Anzeichen zeigt, dass sie die psychische Erkrankung ihrer Mutter geerbt haben könne. Das Geheimnis der Studentin Irina, die wohl nicht nur nach Deutschland gekommen ist, um Auslandserfahrung zu sammeln und zu der sich Katja irgendwie hingezogen fühlt. Das sind zwar reichlich Themen, aber wenigstens verteilen die sich auf drei Personen und nicht nur auf einer.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich kann &lt;a href="http://helmer.txt9.de/cgi-bin/WebObjects/TXTSVHelmer.woa/8/wo/uB3A0izpzals2FkIlwHYBkWkagG/3.0.15.1.5.1.0.7.0.1"&gt;Aprikose im Kopf&lt;/a&gt; aus dem &lt;a href="http://helmer.txt9.de/"&gt;Ulrike Helmer Verlag&lt;/a&gt; nur empfehlen. Ein deutschsprachiger Lesbenroman, der mir endlich mal wieder sehr gefallen hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2012/01/17/buchvorstellung-aprikose-kopf-carolin-schairer-15061591/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2012/01/17/buchvorstellung-aprikose-kopf-carolin-schairer-15061591/</link><pubDate>Tue, 17 Jan 2012 15:50:14 +0100</pubDate></item><item><title>Formen des Erinnerns - Podiumsdiskussion in der Deutschen Nationalbibliothek</title><description>	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Vorgeschichte&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wenn frau so mit der U-Bahn durch Frankfurt fährt, entdeckt sie ja das ein oder andere Plakat an den Haltestellen.&lt;br&gt;
An der Haltestelle Dom/Römer hängt ein Plakat mit Hinweisen auf viele literarische Veranstaltungen in der Stadt. Vor zwei Wochen fand ich dort einen Veranstaltungshinweis, der mich sofort neugierig machte: &lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;
Formen des Erinnerns&lt;br&gt;
Podiumsdiskussion mit&lt;br&gt;
Sylvia Asmus, Leiterin des Deutschen Exilarchvs 1933 - 1945 der Deutschen Nationalbibliothek&lt;br&gt;
Ruth Küger, Professorin für Germanistik und Autorin diverser Bücher&lt;br&gt;
Edita Koch, Herausgeberin der Zeitschrift "Exil"&lt;br&gt;
Herta Müller, Autorin und Literaturnobelpreisträgerin 2009&lt;br&gt;
Volker Weidermann, Leiter des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Autor&lt;br&gt;
Moderation: Jochanan Shelliem, Hörfunkjournalist&lt;br&gt;
in der Deutschen Nationalbibliothek&lt;br&gt;
Die Podiumsdiskussion nimmt unterschiedliche Formen der Erinnerung an Holocaust, Exil und Emigration in den Blick und stellt die Frage nach der Zukunft der Erinnerung&lt;/blockquote&gt;
 zusammengefasst aus der Einladung zur Veranstaltung&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wow! 4 Frauen auf dem Podium!&lt;br&gt;
Herta Müller, deren Buch &lt;a href="http://www.amazon.de/Atemschaukel-Roman-Herta-M%C3%BCller/dp/3446233911/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1321810141&amp;sr=8-1"&gt;&lt;em&gt;Atemschaukel&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; und Ruth Klüger, deren Bücher &lt;em&gt;weiter leben&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Frauen lesen anders&lt;/em&gt; mich schwer beeindruckt haben!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Da mussten wir unbedingt hin.&lt;br&gt;
Ich habe Schatzi und mich noch am gleichen Abend per Mail angemeldet.&lt;br&gt;
Am nächsten Tag kam die Antwort: &lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;...leider müssen wir Sie zu diesem Zeitpunkt auf unsere Nachrückerliste setzen. Gegebenenfalls haben Sie die Möglichkeit die Veranstaltung in einer Übertragung außerhalb des Hauptsaales zu verfolgen.&lt;/blockquote&gt;
 aus der E-Mail&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ach, wie schade! Na gut, wir beschlossen, dennoch hinzugehen, um die Diskussion wenigstens auf einem Bildschirm zu verfolgen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wir saßen also um viertel vor Sieben am letzten Dienstag in der Caféteria der Deutschen Nationalbibliothek und warteten auf den Beginn. Ich hatte erfahren, dass wir auf Platz 87 und 88 (!) der Nachrückerliste stehen. Da würde die Wahrscheinlichkeit, dass wir noch in den Saal kommen, sehr gering sein.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Doch manchmal hat frau ja Glück:&lt;br&gt;
Kurz vor 19 Uhr wurden die Namen von der Warteliste aufgerufen, die noch in den Saal konnten. Und tatsächlich, Schatzi und ich kamen rein! Klasse!&lt;br&gt;
Viele von denen, die nur auf der Nachrückerliste standen, waren wohl gar nicht erst gekommen, so dass wir tatsächlich zum Zuge kamen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Diskussion&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nach der Begrüßung durch die Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek, Elisabeth Niggemann, gab es zunächst eine kleine Vorstellungsrunde, bei der es auch schon gleich in die Diskussion ging.&lt;br&gt;
Herta Müller erzählte, wie sie 1987 aus Rumänien in die Bundesrepublik kam und sich hier niemand für ihre Erlebnisse in der rumänischen Diktatur unter &lt;a href="http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=1456&amp;RID=1"&gt;Ceaucescu&lt;/a&gt; interessierte, und viele noch nicht einmal wussten, was in Rumänien zur Zeit der Diktatur vor sich ging.&lt;br&gt;
Im deutschen Auffanglager wollten die Beamten sie dazu bewegen, dass sie als Grund ihrer Ausreise &lt;em&gt;Familienzusammenführung&lt;/em&gt; angibt, schließlich lebe ja ein Onkel von ihr in der Bundesrepublik. Außerdem wäre das viel einfacher, als die Einordnung als &lt;em&gt;politisch Verfolgte&lt;/em&gt;.&lt;br&gt;
Sie lehnte das jedoch ab, den Onkel kannte sie kaum. Sie bestand darauf, als politisch Verfolgte angesehen zu werden.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ruth Klüger ergänzte, dass es vielen Emigranten nach ihrer Rückkehr aus dem Exil, in das sie während der Nazi-Diktatur geflüchtet waren, ähnlich ging. Im Deutschland der 50er, 60er Jahre wollte niemand mit deren Schicksal konfrontiert werden.&lt;br&gt;
Klüger schrieb ihre biographische Erzählung &lt;a href="http://www.amazon.de/weiter-leben-Jugend-Ruth-Kl%C3%BCger/dp/3423119500/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1321807618&amp;sr=1-1"&gt;weiter leben&lt;/a&gt; 1992 und der Verlag hatte Probleme damit, das Buch überhaupt in den Buchhandel zu bekommen, weil zu der Zeit die Meinung vorherrschte, es sei bereits alles zum Thema Nationalsozialismus, Verfolgung etc. gesagt worden.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sylvia Asmus und Edita Koch berichteten ebenfalls von den Schwierigkeiten, den Exilanten in Deutschland Gehör zu verschaffen. An die berühmten Menschen - Thomas Mann, Nelly Sachs, Bertolt Brecht - erinnern sich viele, aber die große Mehrheit der Exilanten kennt niemand.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Herta Müller meinte außerdem, dass sie genug von diesen fürchterlichen Dokumentationen zum Thema &lt;em&gt;Hitler und seine Hunde&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Hitler und seine Kleiderbügel&lt;/em&gt; etc. pp. hat, darin würde zu sehr gemenschelt und Hitler sympathisch werden. Es sei Zeit, mehr über die Gegenseite und Widerständigen gegen Hitler zu erfahren.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sie forderte vor ein paar Jahren in einem &lt;a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/deutsche-kulturpolitik-erinnert-ans-exil-1652383.html"&gt;offenen Brief an die Bundeskanzlerin&lt;/a&gt; die Einrichtung eines Exilmuseums, um die Exilanten dem Vergessen zu entreißen. Dieses Museum solle sich nicht nur auf die Exilanten des Nationalsozialismus beschränken sondern auch nach und nach andere Exilantenschicksale mit aufnehmen.&lt;br&gt;
Sie erhielt dazu große Zustimmung, auch wenn einige skeptisch waren, ob ein Museum der richtige Ort dafür sei.&lt;br&gt;
Dieses Museum müsste ein lebendiger Ort der Erinnerung und Aufarbeitung sein.&lt;br&gt;
Ruth Klüger merkte an, dass dieses Museum eine Einrichtung sein müsste, aus der die Besucher traurig herauskommen. Traurig über den Verlust an Kultur und Wissenschaft, den die jeweilige Gesellschaft durch die Emigration erlitten hat.&lt;br&gt;
Es klang auch noch an, dass ein Museum bei der Erinnerung hilft. Besonders, weil es ja bald keine Zeitzeugen mehr geben wird, die Auskunft über die Schrecken der Nazizeit geben können.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Diskussion war spannend und aufschlussreich. Das Publikum hörte gebannt zu und hinterher kamen kaum Fragen. Es schienen sich alle einig zu sein, dass alles Notwendige in der Diskussion gesagt wurde.&lt;br&gt;
Schatzi und mir ging es ähnlich.&lt;br&gt;
Uns beiden hat der Abend sehr gut gefallen. Nur die Moderation und die Technik (die Mikros fielen ständig aus) waren nicht ganz so dolle.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nach der Diskussion gab es noch die Möglichkeit, ein Autogramm von Herta Müller und Ruth Klüger zu bekommen.&lt;br&gt;
Bücher gab es auch zu kaufen. (Ja, doch, ich habe gekauft &lt;img src="/img/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="middle" border="0"&gt; )&lt;br&gt;
Herta Müller war zunächst verschwunden. Wir entdeckten sie dann auf dem Balkon, sie rauchte.&lt;br&gt;
Schatzi und ich hin, damit wir sagen können:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wir haben mit Herta Müller auf dem Balkon der Deutschen Nationalbibliothek eine Zigarette geraucht! &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Und ein Autogramm gab es auch von ihr. Genau wie von Ruth Klüger.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Links:&lt;br&gt;
&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herta_M%C3%BCller"&gt;Herta Müller&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/ruth-klueger/"&gt;Ruth Klüger&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.d-nb.de/sammlungen/dea/samml_bestaende/index.htm"&gt;Deutsches Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Die Zeitschrift &lt;a href="http://www.exilverlagkoch.de/"&gt;&lt;em&gt;Exil&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volker_Weidermann"&gt;Volker Weidermann&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.lovelybooks.de/autor/Jochanan-Shelliem/"&gt;Jochanan Shelliem&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2011/11/20/formen-erinnerns-podiumsdiskussion-deutschen-nationalbibliothek-12195633/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2011/11/20/formen-erinnerns-podiumsdiskussion-deutschen-nationalbibliothek-12195633/</link><pubDate>Sun, 20 Nov 2011 17:48:38 +0100</pubDate></item><item><title>Barbara Grier gestorben</title><description>	&lt;p&gt;Eine Pionierin der Lesbenliteratur starb gestern im Alter von 78 Jahren&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Barbara_Grier"&gt;Barbara Grier&lt;/a&gt; gründete zusammen mit ihrer Liebsten Donna McBride 1974 &lt;em&gt;Naiad Books&lt;/em&gt; (später &lt;em&gt;Naiad Press&lt;/em&gt;).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sie brachte uns Autorinnen wie&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.krimi-couch.de/krimis/katherine-v-forrest.html"&gt;Katherine V. Forrest&lt;/a&gt; (Seltsamer Wein, Kate-Delafield-Krimis)&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.krimi-couch.de/krimis/claire-mcnab.html"&gt;Clare McNab&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.kallmaker.com/"&gt;Karin Kallmaker&lt;/a&gt; (Unvergessen, Liebe im Sternenlicht, Dein Herz sei mein, Es begann mit einem Kuss und Tanz auf dem Eis)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;um jetzt mal nur drei zu nennen.&lt;br&gt;
Während meiner Zeit in den USA 1989/1990 habe ich die Naiad-Bücher verschlungen!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Hier ein paar Nachrufe (auf Englisch):&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.lambdaliterary.org/features/11/11/in-remembrance-barbara-grier/"&gt;Victoria Brownworth&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://blog.kallmaker.com/2011/11/barbara-grier-reflections.html"&gt;Karin Kallmaker&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://dykestowatchoutfor.com/barbara-grier"&gt;Alison Bechdel&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2011/11/12/barbara-grier-gestorben-12152827/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2011/11/12/barbara-grier-gestorben-12152827/</link><pubDate>Sat, 12 Nov 2011 01:00:18 +0100</pubDate></item><item><title>Buchmesse 2011</title><description>	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data7.blog.de/media/795/5938795_cce4ee6675_m.jpeg" alt="Island-Buchmesse"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Island ist sagenhaft, die Buchmesse ist groß und meine Füsse sind platt. &lt;img src="/img/smilies/icon_biggrin.gif" alt=":D" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich war am Mittwoch auf der Buchmesse.&lt;br&gt;
Das ist mein liebster Buchmessentag.&lt;br&gt;
Da ist es noch möglich, ganz unvermittelt mit den Menschen, die an den Ständen arbeiten, ins Gespräch zu kommen. Denn sie sind noch guter Laune und noch nicht völlig müde und kaputt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Besucht habe ich die Hallen 3, 4, 5 und kurz das Forum (daher ist das Bild).&lt;br&gt;
Das sind so die Standardhallen, die ich besuche. Deutschsprachige und englischsprachige Bücher (von wegen beruflich und so).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich war beim &lt;a href="http://www.querverlag.de/"&gt;Querverlag&lt;/a&gt;, beim &lt;a href="http://helmer.txt9.de/"&gt;Ulrike Helmer-Verlag&lt;/a&gt; (tolle T-Shirts, Ladies! Ich meine den Spruch auf der Rückseite, nicht den Schnitt oder die Farbe &lt;img src="/img/smilies/icon_smile.gif" alt=":)" class="middle" border="0"&gt; ), beim &lt;a href="http://www.konkursbuch.com/"&gt;Konkursbuchverlag&lt;/a&gt; und bei einigen anderen mehr.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Interessant war eine Podiumsdiskussion im &lt;a href="http://www.buchmesse.de/pdf/buchmesse/programm_weltempfang_2011.pdf"&gt;Weltempfang&lt;/a&gt; - Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung in Halle 5:&lt;br&gt;
&lt;em&gt;Literatur in Zeiten der Globalisierung – nur noch Einheitsbrei?&lt;/em&gt;&lt;br&gt;
Es ging um die Globalisierung der Literatur. Findet die wirklich statt oder wünschen wir uns das nur?&lt;br&gt;
Gibt es universelle Literatur, die weltweit Menschen aller Kulturen anspricht?&lt;br&gt;
Bei dieser Diskussion wurde von den einzelnen Teilnehmern (leider diskutierten nur Männer) angemerkt, dass sich der Blick der LeserInnen in Europa selten über den Tellerrand des Europäischen/Amerikanischen hinweg bewegen würde.&lt;br&gt;
In Zeiten von Krisen oder Naturkatastrophen würde gerne auch mal nach der Literatur in den betroffenen Ländern geschaut, aber das Interesse ließe dann auch bald wieder nach.&lt;br&gt;
Viele LeserInnen würden sich nicht trauen, Bücher aus anderen Kulturen zu lesen, weil sie denken, dass sie sich darin nicht wiederfinden könnten und das wäre wohl für Viele sehr wichtig.&lt;br&gt;
Sie riefen dazu auf, sich auf diese Bücher einzulassen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Wer weiß, was wir darin noch finden könnten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Mal gucken, vielleicht gehe ich mit Schatzi am Samstag noch mal hin.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auf alle Fälle geht's zur &lt;a href="http://www.lesben.org/neuigkeiten/buchmesse-frankfurt-12-16102011/10908-lesbisch-schwule-lesenacht-zur-frankfurter-buchmesse.html"&gt;Lesbisch-Schwulen Lesenacht&lt;/a&gt; ins LSKH.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2011/10/14/buchmesse-12011708/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2011/10/14/buchmesse-12011708/</link><pubDate>Fri, 14 Oct 2011 00:13:32 +0200</pubDate></item><item><title>Fußball-WM 2011</title><description>	&lt;p&gt;Hier könnt Ihr sehen, wie das Frankfurter Stadion aussieht, wenn kein Spiel ist:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://nur-ein.blog.de/2011/06/30/15-06-2011-11-frauen-besuchen-fussball-stadion-frankfurt-main-11402233/"&gt;11 Frauen besuchen das Fußball-Stadion in Frankfurt am Main&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;und so sieht es aus, bevor ein Spiel anfängt:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/425/5686425_9e049e48d7_m.jpeg" alt="Angerer macht sich warm"&gt;&lt;br&gt;
Natze wärmt sich auf&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/426/5686426_1ccaa35d5e_m.jpeg" alt="Ein Maskottchen von hinten"&gt;&lt;br&gt;
Das Maskottchen von hinten&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Und so sieht das nach dem Spiel aus:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/427/5686427_bee8205c6f_m.jpeg" alt="Das Team bedankt sich"&gt;&lt;br&gt;
Das Team bedankt sich bei den Fans.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Bilder vom Spiel sind leider nichts geworden.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schatzi und ich hatten ziemlich gute Plätze ca. 15 Meter Luflinie von der Eckfahne entfernt. In der zweiten Halbzeit waren sie etwas ungünstiger, weil die deutschen Ladies auf das andere Tor gespielt haben.&lt;br&gt;
Und hinterher waren wir beide fix und fertig. Dabei haben wir doch gar nicht gespielt!&lt;br&gt;
Aber La-Ola-Welle is auch ziemlich anstrengend. &lt;img src="/img/smilies/icon_wink.gif" alt=";)" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Am Mittwoch geh'n wir dann Matta gucken: Brasilien - Äquatorialguinea.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2011/07/01/fussball-wm-11408297/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2011/07/01/fussball-wm-11408297/</link><pubDate>Fri, 01 Jul 2011 22:38:08 +0200</pubDate></item><item><title>Von mir aus kann die WM jetzt anfangen</title><description>	&lt;p&gt;Ich bin in den Vorbereitungen zur Frauenfußball-WM 2011:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/111/5642111_bd6f03f4a5_m.jpeg" alt="WM-Vorbereitung"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das da oben links sind übrigens die Eintrittskarten zu drei Spielen von Schatzi und mir.&lt;br&gt;
Mittlerweile ist mein Panini-Album schon ein bißchen voller geworden. &lt;img src="/img/smilies/icon_biggrin.gif" alt=":D" class="middle" border="0"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Links:&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.dfb.de/index.php?id=43"&gt;Neuigkeiten vom Nationalteam&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://blogs.hr-online.de/fifa_frauen_wm_2011"&gt;Blog der Sportschau zur WM&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://fifafrauenwm2011.frankfurt.de/"&gt;Die offizielle Seite der Stadt Frankfurt zur WM&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2011/06/12/wm-anfangen-11306187/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2011/06/12/wm-anfangen-11306187/</link><pubDate>Sun, 12 Jun 2011 22:50:22 +0200</pubDate></item><item><title>Biografien von Lesben/Frauen</title><description>	&lt;p&gt;Ich liebe Biografien. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Als Jugendliche war ich ein Riesenfan von amerikanischen Filmen aus den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts (und ein paar aus den 50ern). Also habe ich jede Menge Biografien amerikanischer Filmstars gesammelt. Die allermeisten dieser Bücher habe ich immer noch.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es gab in den 80ern, 90ern eine Reihe aus dem Heyne-Verlag, die hieß Ihre Filme - Ihr Leben bzw. Seine Filme - Sein Leben. Davon habe ich einige gelesen - Ingrid Bergman, Shirley MacLaine, Doris Day, Grace Kelly, Rita Hayworth, etc. (und auch ein paar Jungs waren dabei).&lt;br&gt;
Meine absolute Lieblingsschauspielerin war, ist und bleibt jedoch Katharine Hepburn. Von ihr und über sie habe ich allein 12 Bücher.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Mittlerweile hat sich mein Interesse ein wenig ausgeweitet oder auch eingeschränkt, je nachdem, wie frau es sehen will. Ich lese jetzt auch andere (Auto-) Biografien, allerdings ausschließlich über Frauen - vorzugsweise von Frauen geschrieben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Vor ein paar Jahren habe ich es mir zum Prinzip gemacht, in jeder Stadt, die Schatzi und ich besuchen, nach Biografien von Frauen aus dieser Stadt zu suchen.&lt;br&gt;
So habe ich in Quedlinburg die Biographie von Dorothea Christiane Erxleben und von Kaiserin Theophanu gekauft, in Berlin ein Buch über Friederike von Hannover der Schwester von Königin Luise von Preußen, in Dresden die Lebensgeschichte der Gräfin Cosel, in Weimar eine Biografie über Anna Amalia, in Augsburg ein Buch über die Frauen des Hauses Fugger und in Hannover über die Frauen der Welfen.&lt;br&gt;
Ich lese natürlich nicht nur Biografien über die Reichen, Adeligen und Schönen sondern auch über einfache Frauen, wie z. B. die erste Taxifahrerin aus der Region Boothbay in Maine, USA oder einer Leuchtturmwärterin aus Rhode Island, USA.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Warum ich so viele Biografien lese? Ganz einfach: Ich weiß nicht genug über die Geschichten von Lesben/Frauen, über Lesben-/Frauengeschichte. Wie sie gelebt haben, was sie geleistet haben, wo, wann und wie sie Vorreiterinnen waren; manchmal die Erste, manchmal auch nicht. Manchmal ein wenig verrückt, aber oft hochspannend, äußerst informativ und durchaus unterhaltsam.&lt;br&gt;
In der Schule habe ich nicht sehr viel über Frauen erfahren.&lt;br&gt;
Unterrichtet wurde Männergeschichte, gelesen wurde Männerliteratur. Von Goethe über Schiller und Wedekind bis hin zu Brecht, Andersch und Plenzdorf.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Hat Eine von Euch in der Schule erfahren, dass die Mutter des Philosophen Arthur Schopenhauer, Johanna, zu dessen Lebzeiten eine weit bekannte und beliebte Schriftstellerin war??&lt;br&gt;
Dass seine Schwester Adele Schopenhauer eine sehr intensive und wohl auch lesbische Beziehung mit der ersten Archäologin Sibylle Mertens-Schaffhausen hatte?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Kennt Eine von Euch die Kaiserin Theophanu, Ehefrau und Nachfolgerin von Kaiser Otto II.?&lt;br&gt;
Sie sicherte zusammen mit ihrer Schwiegermutter (!) Adelheid die Vorherrschaft der Ottonen im Heiligen Römischen Reich.&lt;br&gt;
In vielen Biografien und Beschreibungen wird übrigens behauptet, dass Theophanu und Adelheid sich nicht ausstehen konnten, und dass Adelheid gegen ihre Schwiegertochter intrigiert hätte. Wird hier wieder das wunderbare Klischee der bösen Schwiegermutter geschürt??&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zum Glück gibt es heutzutage Frauen, die alles daran setzen, diese Frauen aus der Vergessenheit zu holen.&lt;br&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br&gt;
Zwei Beispiele&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Luise Pusch mit ihren wunderbaren Seiten FemBio, auf der sich zurzeit 7.727&lt;br&gt;
Datensätze befinden (Stand: 09.04.11). Von A wie Edith Abbott bis Z wie Grete von Zieritz.&lt;br&gt;
Zu jeder Frau gibt es selbstverständlich Literatur und Quellen, wo frau dann bei Interesse weiterlesen kann.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Im amerikanischen Verlag Globe Pequot Press sind 34 Bücher unter dem Titel More than Petticoats erschienen. Jedes Buch ist den bemerkenswerten Frauen eines US-Bundesstaates gewidmet. Von Alaska über Maine bis Wisconsin. Von Pocahontas bis Margarethe Meyer Schurz, die das Kindergartenkonzept nach Amerika brachte.&lt;br&gt;
Ich habe das Buch über Frauen aus Maine letztes Jahr während unseres USA-Urlaubs gekauft. Es finden sich tatsächlich auch Lesben in diesem Buch!&lt;br&gt;
Und es gibt sie auch bei Amazon Deutschland zu kaufen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Gestern war übrigens mal wieder Denkräume im EVA.&lt;br&gt;
Thema: Lesben machen Geschichte.&lt;br&gt;
Mit der Historikerin Irene Franken, Mitbegründerin des Kölner Frauengeschichtsvereins haben wir uns über die Bedeutung der lesbischen Geschichte für uns unterhalten und darüber, ob und was wir dazu beitragen können, dass lesbische Geschichte, Erinnerung an lesbische Frauen erhalten bleibt und weitergetragen wird.&lt;br&gt;
Ein Begriff fiel dort, der mir wunderbar gefallen hat. Vor-Schwestern.&lt;br&gt;
Diese (historischen) Lesben und auch Frauen sind uns vorangegangen, haben uns den Weg bereitet, haben einen Beitrag dazu geleistet, wie wir heute leben (können).&lt;br&gt;
Und sollten wir uns nicht bemühen, unsere Geschichten aufzuschreiben, zu bewahren und dafür sorgen, dass wir nicht (wieder) in Vergessenheit geraten?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Also immer schön fleißig sammeln und aufbewahren, denn morgen werden wir Geschichte sein &lt;img src="/img/smilies/icon_biggrin.gif" alt=":D" class="middle" border="0"&gt;!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;einige Links:&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.fembio.org"&gt;FemBio&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.lesbengeschichte.de/seite_d.html"&gt;Lesbengeschichte&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.frauengeschichtsverein.de/"&gt;Kölner Frauengeschichtsverein&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;tag=firefox-de-21&amp;index=blended&amp;link_code=qs&amp;field-keywords=More%20than%20Petticoats&amp;sourceid=Mozilla-search"&gt;More than Petticoats&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.eva-frauenzentrum.de/veranstaltung_1.html"&gt;Lesben machen Geschichte&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.amazon.de/Geschichte-einer-Liebe-Schopenhauer-Sibylle/dp/3458174540/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1302358095&amp;sr=8-1"&gt;Geschichte einer Liebe&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.amazon.de/Lighthouse-Keepers-Daughter-Remarkable-American/dp/0762758805/ref=sr_1_3?ie=UTF8&amp;qid=1302357073&amp;sr=8-3"&gt;The Lighthouse Keeper's Daughter&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theophanu_%28HRR%29"&gt;Theophanu&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/friederike-von-hannover/"&gt;Friederike von Hannover&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2011/04/09/biografien-lesben-frauen-10977626/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2011/04/09/biografien-lesben-frauen-10977626/</link><pubDate>Sat, 09 Apr 2011 19:00:51 +0200</pubDate></item><item><title>Sooo viel Schokolade ...</title><description>	&lt;p&gt;Na, ist das nicht mal ein Schokobrunnen???? Oder auch zwei.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/567/5314567_cc10e11933_m.jpeg" alt="So-viel-Schokolade"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das wird dann mal sooo klein:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/610/5314610_e6a4b814e2_m.jpeg" alt="Marzipanpralinen"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schick, gell? Wo die herkommen? Na, die sind selbstgemacht!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schatzi und ich waren nämlich am Sonntag zusammen mit meiner Schwägerin auf einem Pralinenseminar in Bruchköbel. Und zwar beim &lt;a href="http://www.schokolaedchen.de/"&gt;Schokolädchen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das Seminar ging von 10 bis 16 Uhr und wir haben vier Sorten Pralinen gemacht.&lt;br&gt;
Okay, wir haben jetzt nicht alles ganz allein gemacht. Die Füllungen, also die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ganache"&gt;Ganache&lt;/a&gt;, hat der Chef persönlich gemacht.&lt;br&gt;
Einige von uns haben dann die vier Sorten - Champagner, Mokka, Zartbitter und Vanille - ausführlich verrührt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Hier Schatzi bei der Arbeit:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/568/5314568_d14cca3a01_m.jpeg" alt="immer-schön-rühren"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wir Teilnehmerinnen - insgesamt 14 - durften dann die Ganache in diese winzig kleinen Öffnungen der Pralinenhohlkörper einfüllen. Was für eine Fuddelarbeit!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Danach musste die Füllung ein wenig aushärten. Normalerweise sollte das über Nacht geschehen, aber solange hatten wir dann doch keine Zeit. Also kamen die Pralinen für eine Stunde in die Kühlung und wir haben uns bei einer leckeren Suppe und wunderbaren belegten Brötchen, die im Preis inbegriffen waren, gestärkt. Nach soviel Süßem tat etwas Herzhaftes richtig gut.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dann wurden die Pralinen verschlossen und verziert. Insgesamt waren es für jede etwa 70 Pralinen, die es alle einzeln zu dekorieren galt (ein paar Stück Marzipan gab es nämlich auch noch dazu).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wir waren also vollauf beschäftigt und hatten ordentlich was geschafft.&lt;br&gt;
Und manchmal kam halt sowas dabei raus:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/569/5314569_e8d905d3a6_m.jpeg" alt="war-wohl-nix"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;aber meistens sowas:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/571/5314571_bdee21c66c_m.jpeg" alt="Jede-Menge-Pralinen"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ich verrate Euch jetzt nicht, welche Pralinen von welcher sind. Nur dies:&lt;br&gt;
- Meine Schwägerin hätte am liebsten sofort im Geschäft angefangen. Sie liebt es, Pralinen zu machen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- Ich bleibe lieber bei Kuchen und Brot backen (Mama hat mir gerade ein wunderbares Rezept für ein Vollkornbrot gegeben)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- Schatzi ist eher dafür, Pralinen zu kaufen, Kuchen zu essen und lecker Kartoffelsalat zu machen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Am besten sahen natürlich die Pralinen aus, die vorne im Laden in der Theke lagen:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/609/5314609_59fbde55a4_m.jpeg" alt="Schokolädchen"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Trotzdem: einfach mal ausprobieren! Macht richtig Spaß!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2011/02/01/sooo-schokolade-10481100/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2011/02/01/sooo-schokolade-10481100/</link><pubDate>Tue, 01 Feb 2011 00:28:52 +0100</pubDate></item><item><title>Oh, es war ja Weihnachten!</title><description>	&lt;p&gt;Und schon ist es wieder vorbei, das Weihnachtsfest.&lt;br&gt;
Es gab lecker Essen, keinen Streit mit der Familie, schicke Geschenke und Schnee, Schnee, Schnee.&lt;br&gt;
Hiermit bekenne ich mich schuldig: ich war das. Ich habe nämlich schon im August "Schneeflöckchen, Weißröckchen gesungen. Drei Strophen. Habe ich im Kindergarten gelernt. Also, als ich klein war. Und ich kann sie immer noch.&lt;br&gt;
Huch, ich sehe gerade, es gibt ja vier Strophen! &lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Schneeflöckchen, Weißröckchen,&lt;br&gt;
wann kommst du geschneit?&lt;br&gt;
Du wohnst in den Wolken,&lt;br&gt;
dein Weg ist so weit.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Komm setz dich ans Fenster,&lt;br&gt;
du lieblicher Stern,&lt;br&gt;
malst Blumen und Blätter,&lt;br&gt;
wir haben dich gern.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schneeflöckchen, du deckst uns&lt;br&gt;
die Blümelein zu,&lt;br&gt;
dann schlafen sie sicher&lt;br&gt;
in himmlischer Ruh’.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schneeflöckchen, Weißröckchen,&lt;br&gt;
komm zu uns ins Tal.&lt;br&gt;
Dann bau’n wir den Schneemann&lt;br&gt;
und werfen den Ball.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schneefl%C3%B6ckchen,_Wei%C3%9Fr%C3%B6ckchen"&gt;&lt;em&gt;(wikipedia.org)&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;An die dritte kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Hm, ob das daran liegt, dass ich es mit Blumen nicht so hab??&lt;br&gt;
Na, egal. Hiermit verspreche ich feierlich, dass ich es dieses Jahr nicht mehr singe.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;So und jetzt zu etwas völlig anderem.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Leider lief an Weihnachten gar nicht mein Lieblingsweihnachtsfilm im Fernsehen. &lt;a href="http://www.theintelligence.de/index.php/feuilleton-/kultur/1917-ist-das-leben-nicht-schoen.html"&gt;&lt;em&gt;Ist das Leben nicht schön?&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; mit James Stewart und Donna Reed.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Und &lt;a href="http://www.haikosfilmlexikon.de/link/index.php?ID=3152"&gt;&lt;em&gt;Nenn mich einfach Nikolaus&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; haben sie auch nicht gezeigt. Das ist ein sehr ungewöhnlicher Weihnachtsfilm. Denn in diesem Film gibt es einen Weihnachtsmann, der nach 200 Jahren im Dienst in Rente gehen muss und deshalb schnellstmöglich die Nachfolge regeln muss, damit Weihnachten nicht ausfällt. Und auf der Liste der möglichen Nachfolger steht nur noch ein Name: Lucy Cullins. Ja, LUCY Cullins. Eine Frau. Und nicht nur das: eine schwarze Frau, eine Afroamerikanerin. Gespielt von Whoopi Goldberg.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Na, wenn das mal kein radikales Konzept ist! Der Weihnachtsmann – ein alter, weißer, dickbäuchiger Mann mit Rauschebart – gibt seinen Job ab an eine schwarze Frau mittleren Alters! Okay, okay, &lt;em&gt;Nenn mich einfach Nikolaus&lt;/em&gt; sprüht jetzt nicht gerade vor Brillanz, aber es ist schon wunderbar mitanzusehen, wie sich Lucy von der Weihnachtshasserin zur Nachfolgerin des Weihnachtsmannes entwickelt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wie, ihr guckt keine Weihnachtsfilme?&lt;br&gt;
Lieber lesen???&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wie wäre es dann mit &lt;a href="http://www.lesben.org/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2307:gogoll-ruth-ruth-gogolls-christmas-carol&amp;catid=381:g&amp;Itemid=397"&gt;&lt;em&gt;Ruth Gogoll’s Christmas Carol&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;?&lt;br&gt;
Eine nette kleine Geschichte, die sich leicht und schnell liest. Ebenezer Scrooge heißt hier Michaela Wittling und ein Happy End mit Liebe gibt es natürlich auch.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Oder lieber ein Märchen?&lt;br&gt;
Da kann ich nur &lt;a href="http://www.pan-verlag.de/buch/Ash/978-3-426-28344-8"&gt;&lt;em&gt;Ash von Malinda Lo&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; empfehlen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Im November endlich auch auf Deutsch erschienen, schildert dieses Buch – sehr frei nach Aschenputtel – die Geschichte von Aisling, genannt Ash. &lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Als Ashs Vater stirbt, beginnt ihre Stiefmutter, sie wie eine Sklavin zu behandeln. Wann immer Ash entkommen kann, schleicht sie sich in die Wälder – denn dort, so heißt es, suchen Feenmänner nach Frauen, die sie als ihre Geliebten entführen können. Und obwohl dies ihren Tod bedeuten würde, erscheint es Ash besser als das Leben, zu dem sie verdammt zu sein scheint. Doch dann ändert sich alles, als der Königssohn beginnt, Brautschau zu halten, und sein Hofstaat in Ashs Dorf kommt …&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;[Inhaltsangabe des Verlags]&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Heiratet Ash am Ende den Prinzen??? Und was ist mit Kaisa, der Jägerin des Königs???&lt;br&gt;
Ein wunderschöner Roman, eine ungewöhnliche Variation von Aschenputtel. Zwar für Teenager geschrieben, aber unbedingt lesenswert für alle Altersklassen (also, Kinder jetzt nicht gerade).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Jetzt muss ich hier aber doch nochmal einen Film erwähnen. Ohne geht das ja gar nicht:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.dreihaselnuessefueraschenbroedel.de/"&gt;&lt;em&gt;Drei Haselnüsse für Aschenbrödel&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das wohl emanzipierteste Aschenputtel der Filmgeschichte ist immer wieder ein Erlebnis. Sogar mit eigener Homepage!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wenn’s denn kein Weihnachten und kein Märchen sein soll, aber dennoch kalt, kann ich noch &lt;a href="http://www.krugschadenberg.de/roman44.html"&gt;&lt;em&gt;Tanz auf dem Eis&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; empfehlen. &lt;a href="http://www.kallmaker.com/"&gt;Karin Kallmakers&lt;/a&gt; Roman &lt;a href="http://www.bellabooks.com/mm5/merchant.mvc?Screen=PROD&amp;Store_Code=bella&amp;Product_Code=9781594931468&amp;Category_Code=b-kk1"&gt;&lt;em&gt;Warming Trend&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; von 2009 erschien vor kurzem bei Krug &amp; Schadenberg auf Deutsch.&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Anidyr Bycall hat sich ins sonnige Key West, Florida, abgesetzt und jobbt als Barkeeperin im „On the Rocks“, einem Lokal, das buchstäblich aus Eis besteht. Als Ani unverhofft Urlaub nehmen muss, kehrt sie in ihre Heimatstadt Fairbanks, Alaska, zurück, um dort einiges zu regeln und endgültig mit ihrer Vergangenheit abzuschließen. Begleitet wird sie von ihrer Kollegin, der Surferin Lisa – blond und sexy, mit frechem Humor und mehr Tiefgang, als es zunächst den Anschein hat. Dank Lisa gelingt es, Licht ins Dunkel der Geschehnisse zu bringen,  die damals zu Anis Ausschluss aus der Universität geführt haben. Und bei Anis Begegnung mit Eve, ihrer damaligen großen Liebe, kehrt die Erinnerung an einen romantischen Tanz auf dem Eis mit eindringlicher Lebendigkeit zurück …&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;[Inhaltsangabe des Verlags]&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In diesem Roman geht mal nicht um die Entdeckung der großen Liebe und der "Bekehrung" einer Hetera, sondern um das Wiederfinden der großen Liebe und darum, aus Fehlern zu lernen.&lt;br&gt;
Ein schöner Roman mit ein bißchen Krimi eingestreut (obwohl ich es ja eher "Spannung" nennen würde). &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wenn Euch das jetzt alles zu kalt und zu weiß war, dann lest (oder hört) halt &lt;a href="http://l-book.com/jae-backwards.html"&gt;&lt;em&gt;Backwards to Oregon&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; von Jae&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dieser Western spielt im Sommer. Da ist es schön heiß und staubig und durstig und was nicht alles. Danach will lesbe doch gleich viel lieber in den Schnee.&lt;br&gt;
Allerdings schreibt diese deutsche Autorin unter dem Pseudonym Jae bisher nur auf Englisch.&lt;br&gt;
Backwards to Oregon ist übrigens auf den Fanfiction-Seiten von &lt;a href="http://xenafiction.net/styles/athenaeum_deepblue/author_pages/jae.html"&gt;&lt;em&gt;The Athenaeum&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; eine der meistgelesenen Geschichten seit sie 2007 im Netz veröffentlicht wurde. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;So, jetzt ist aber genug. Bis zur nächsten Runde dann.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2010/12/28/oh-weihnachten-10263860/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2010/12/28/oh-weihnachten-10263860/</link><pubDate>Tue, 28 Dec 2010 01:36:20 +0100</pubDate></item><item><title>DenkRäume - Zur Un/Möglichkeit lesbischer Staatsbürgerinnenschaft</title><description>	&lt;p&gt;DenkRäume, 29. Oktober 2010, EVAngelisches Frauenbegegnungszentrum, Frankfurt&lt;br&gt;
Referentin: Christine M. Klapeer, Sozialwissenschaftlerin, Universitätslektorin, lesbische Aktivistin aus Österreich&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Der Ankündigungstext:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Staatsbürgerschaft wird im alltäglichen Sprachgebrauch meist als Bezeichnung für die nationale Zugehörigkeit und mit Rechten (wie z.B. das Wahlrecht) verwendet. Die Frage, wer überhaupt warum als Staatsbürger(in?) anerkannt und wie staatsbürgerliche Teilhabe konzipiert wurde und wird, kann jedoch nicht jenseits von Geschlecht und Sexualität beantwortet werden. (Weiße) Männlichkeit sowie ungleiche hetero-sexuelle Beziehungen waren und sind bis heute ein wesentliches Organisationsmoment von Staatsbürgerschaft.&lt;br&gt;
Es gilt daher die Möglichkeit lesbischer Staatsbürgerinnenschaft kritisch in den Blick zu nehmen:&lt;br&gt;
Sind Lesben heute 'vollwertige' Staatsbürgerinnen? Wollen sie es sein?&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Es ging um die Bedeutung von Staatsbürgerschaft und den Bürgerbegriff als solchen. Insbesondere im Zusammenhang mit der Forderungen von Lesben und Schwulen nach gleichen Bürgerrechten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nun ein paar Ausführungen zum Vortrag:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Historisch gesehen wurden Bürgerrechte eingeführt, um vermeintlich Gleichheit zu schaffen. Tatsächlich dienten diese Bürgerrechte aber nur zum Ausschluss bestimmter Personengruppen: Juden, Frauen, Fremde, Sklaven. Die Gleichheitsillusion namens Bürgerrechte sollte über die ökonomische Ungleichheit hinwegtäuschen.&lt;br&gt;
Der Begriff des "Staatsbürgers" beinhaltete, dass nur Männer Bürger sein können.&lt;br&gt;
Die Staatsbürgerschaft erfordere als Voraussetzung die Zwangsheterosexualität. Denn Frau und Staatsbürger seien Gegensätze. Die Frauen bekamen einen vom Mann abgeleiteten sekundären Bürgerstatus zugewiesen. Der Mann als Bürger brauche die Frau an seiner Seite, damit sie ihm "den Rücken frei halten" kann. Nur er sei in der Lage, abstrakt zu denken und dadurch das öffentliche Leben zu gestalten. Die Frau sei dazu da, den ganzen emotionalen und sozialen Kram von ihm fernzuhalten. Sich also um Haushalt, Kinder, Freundschaftspflege etc. zu kümmern. (Lesen würde übrigens bei einer Frau Tobsuchtsanfälle auslösen - ich bin den ganzen Tag nur am Toben!! &lt;img src="/img/smilies/icon_biggrin.gif" alt=":D" class="middle" border="0"&gt;)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dieses komplementäre Prinzip ist Grundlage für "Bürgertum" und "Bürgerrechte".&lt;br&gt;
Mit der Einführung von Bürgerrechten (nur für Männer) wurde die bereits bestehende Geschlechterhierarchie formal zementiert.&lt;br&gt;
Diese ganze Geschichte ist auf den Genfer Philosophen Rousseau zurückzuführen. "Er hat's erfunden....".&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Einführung des Wahlrechts für Frauen und die rein formale gesetzliche Gleichstellung von Frauen heute als  Bürgerinnen hat informal nichts an diesem historischen Bürgerprinzip geändert. Noch immer verdienen Frauen weniger als Männer. Noch immer haben sie nicht den gleichen Zugang zu politischen Ämtern wie Männer, noch immer gibt es die gläserne Decke in Unternehmen, noch immer wird Frauen oft (wie schon von Rousseau) die Fähigkeit zu rationalem Handeln abgesprochen usw.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Und nun die Fragestellung des Vortrags:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Wollen Lesben wirklich diese Bürgerrechte, die auf einer geradezu abartigen frauenfeindlichen Haltung basieren, die geschaffen wurden, um andere auszugrenzen, die aus feministischer Sicht völlig indiskutabel sind?&lt;br&gt;
Warum gibt es heute keine feministische Kritik mehr an den Forderungen (z.B. des LSVD) an gleichen "Bürgerrechten" für Lesben und Schwule? Oder gibt es sie und wir nehmen sie nur nicht wahr?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Warum entwickelt der Feminismus nicht ein anderes Konzept? Schließlich basiert der noch heute gültige Bürgerbegriff ja nur auf einer "dummen" ERZÄHLUNG eines blöden Typen namens Rousseau. Wir könnten etwas Neues "erzählen".&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Diskussion nach dem Vortrag war lebhaft. Es fällt uns schwer, Alternativen zur Staatsbürgerschaft zu denken. Was bedeutet denn überhaupt die Abschaffung des Konzeptes "Staatsbürgerschaft"?&lt;br&gt;
Zementieren nicht gleiche Bürgerrechte für Lesben und Schwule die Geschlechterhierarchie?&lt;br&gt;
Das Thema des Vortrags ist ein Thema, über das viele im Publikum noch nie&lt;br&gt;
ausführlich nachgedacht hatten.  Die inhaltliche Herangehensweise der Vortragenden war zwar hochspannend aber auch zunächst befremdlich. Kaum eine im Publikum hatte sich jemals in dieser Art und Weise Gedanken über den Bürgerbegriff, die rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen und/oder Bürgerrechte gemacht. Das Thema bzw. der Vortrag bedurfte der "geistigen Verdauung". Und so kam es, dass sich die Diskussion eher an der Peripherie des Themas entlang hangelte - was die Referentin jedoch durchaus nicht als negativ erachtete und besagter "Verdauung"  durchaus förderlich war&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2010/11/07/denkraeume-un-moeglichkeit-lesbischer-staatsbuergerinnenschaft-9931297/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2010/11/07/denkraeume-un-moeglichkeit-lesbischer-staatsbuergerinnenschaft-9931297/</link><pubDate>Sun, 07 Nov 2010 19:25:52 +0100</pubDate></item><item><title>DenkRäume - Lesbische Bestatterinnen: eine andere Sicht auf Leben und Tod?</title><description>	&lt;p&gt;Sicher im Leben ist nur eins: &lt;strong&gt;wir werden alle sterben&lt;/strong&gt;.&lt;br&gt;
Die Frage dabei ist jetzt: wie gehen wir damit um?&lt;br&gt;
Wollen wir die typische Null-Acht-Fünfzehn-Bestattung oder wollen wir die Angelegenheit dann doch etwas würdevoller und uns mehr entsprechend gestalten?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Heutzutage ist es in den meisten Fällen so, dass im Krankenhaus gestorben wird. Dann wird der Leichnam in die Kühlkammer geschoben, das Bestattungsunternehmen angerufen, die holen die Tote ab, richten sie schön her, bahren sie vielleicht noch in der Trauerhalle des Friedhofs auf, dann ist Beerdigungsfeier, entweder Erdbestattung oder Kremation, Sarg oder Urne ins Grab, Erde drauf, Feierabend.&lt;br&gt;
Das klingt nicht gerade toll, nicht wahr? Für mich jedenfalls nicht.&lt;br&gt;
Am letzten Freitag konnte Lesbe erfahren, dass es auch anders geht. Die Bestatterinnen von „Die Barke - Bestattung und Begleitung in Frauenhänden “, einem Unternehmen fest in Lesbenhand, war zu Gast bei den DenkRäumen im Evangelischen Frauenbegegnungszentrum in Frankfurt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dabei erfuhren wir, dass es überhaupt gar nicht so ablaufen muss, wie oben beschrieben.&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Ich muss mich nur ein wenig damit beschäftigen, wie meine eigene Beerdigung und/oder die meiner Angehörigen/Liebsten/Freundinnen aussehen soll.&lt;br&gt;
Welche von uns weiß schon, dass sie nicht sofort nach dem Eintreten des Todes ein Bestattungsunternehmen oder eine(n) Ärztin/Arzt anrufen muss? Die dürfen sowieso erst nach 3 Stunden den Tod bescheinigen.&lt;br&gt;
Oder dass es in fast jedem deutschen Krankenhaus einen Abschiedsraum gibt?&lt;br&gt;
Oder dass ich die Verstorbene sogar nach Hause holen darf!&lt;br&gt;
Oder dass ich auswählen darf, wie die Verstorbene für die Trauerfeier hergerichtet wird?&lt;br&gt;
Welche kennt schon alle Bestattungsarten? (Erdgrab, Urnengrab, anonyme Bestattung, Seebestattung, Weltraumbestattung, Naturbestattung (Wald) usw.)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;„Die Barke“&lt;/strong&gt; wurde 1999 von Ajana Holz und ihrer damaligen Freundin gegründet, nachdem eine ihrer Freundinnen aus dem Kreis der spirituellen, feministischen Lesben verstarb und die Lesben auf der Suche nach Alternativen zur „klassischen“ Bestattung waren. Dabei stellten sie fest, dass es so etwas in Deutschland einfach nicht gab.&lt;br&gt;
„Die Barke“ ist ein mobiles Bestattungsunternehmen, das zu jeder Zeit an jeden Ort in Deutschland kommt.&lt;br&gt;
Deshalb sind sie aber nicht teurer als übliche Bestattungsunternehmen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Frauen von „Die Barke“ sehen sich als &lt;a href="http://www.die-barke.de/philosophie/geburt-und-tod/index.html"&gt;„Seelen-Hebammen“&lt;/a&gt;, die die Toten auf ihrem Weg hinaus begleiten. Durch die Arbeit als Bestatterinnen haben sie das Leben wertschätzen gelernt. In Ihren Augen ist der Tod der Übergang in eine andere Welt,&lt;a href="http://www.die-barke.de/philosophie/uebergang/index.html"&gt; „eine andere Form der Lebendigkeit“.&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Außerdem lehnen sie die Methoden der klassischen Bestattung ab: unter anderem das Verschließen der Augen mit Augenklammern, das Vernähen des Mundes, das Tamponieren der Körperöffnungen, Einbalsamierung und Herrichtung für die öffentliche Aufbahrung.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In der Diskussion kamen dann verschiedene Fragen auf. Z.B.:&lt;br&gt;
&lt;strong&gt;Woher kommt die Angst vorm Sterben oder die Angst vor dem Tod, den Toten?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Liegt es an der Verdrängung des Todes aus unserem Alltag? An den Erfahrungen unserer VorfahrInnen in Zeiten der Pest, Hexenverfolgung, Drittes Reich?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Beschäftigen sich Lesben mehr mit ihrem eigenen Tod?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Merle von Bredow von „Die Barke“ meinte, dass Lesben die eigene Sterblichkeit eher verdrängen, wohl auch, weil sie schon genug Probleme im Leben hätten, z.B. mit dem Coming-Out oder dem Abgewiesen-werden durch die Herkunftsfamilie und anderes. Sie berichtete auch, dass sich viele Lesben dafür entscheiden, mit ihrem Tod in den „Schoß der Herkunftsfamilie“ zurückzukehren. Dass sie sich im Angesicht des Todes (also bei unheilbarer Krankheit) dafür entscheiden, so beerdigt werden zu wollen, wie es sich ihre Familie wünschen würde und nicht, wie sie oder ihre Freundinnen es gerne hätte(n).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es war mal wieder ein sehr informativer Abend bei den DenkRäumen, der die anwesenden Lesben zum Nachdenken gebracht hat. Wir hätten noch stundenlang weiter diskutieren können. Es war leider überhaupt nicht möglich, das Thema auch nur annähernd vollumfänglich zu behandeln.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Eine wichtige Erkenntnis für mich: Lesbe solle sich darüber Gedanken machen, wie sie beerdigt werden möchte und erst recht darüber, was sie nicht will. Infos hierzu gibt es auch bei &lt;a href="http://www.die-barke.de/infos/infomaterial/index.html"&gt;„Die Barke“.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Bei der nächsten Veranstaltung aus der Reihe „DenkRäume“ am 29. Oktober 2010 um 19 Uhr im EVA geht es um das Thema „Zur Un/Möglichkeit lesbischer Staatsbügerinnenschaft“ - Sind Lesben heute 'vollwertige' Staatsbürgerinnen? Wollen sie es sein?&lt;br&gt;
Darauf bin ich schon sehr gespannt!!!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Weiter Links:&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.die-barke.de/"&gt;Die Barke&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.die-barke.de/infos/links/index.html"&gt;weitere Infos&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bestattung#Arten_der_Bestattung"&gt;Arten der Bestattung (Wikepedia)&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.eva-frauenzentrum.de/index.html"&gt;EVAngelisches Frauenbegegnungszentrum&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.eva-frauenzentrum.de/resources/Oktober+2010.pdf"&gt;Programm EVA Oktober 2010 (pdf)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://LesKultur.blog.de/2010/09/19/denkraeume-lesbische-bestatterinnen-sicht-leben-tod-9421807/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><link>http://LesKultur.blog.de/2010/09/19/denkraeume-lesbische-bestatterinnen-sicht-leben-tod-9421807/</link><pubDate>Sun, 19 Sep 2010 23:10:29 +0200</pubDate></item></channel></rss>
